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Formel 1 in Austin
Hamilton dominiert, Vettel landet im Kiesbett

Großer Preis der USA 2017: freies Training
Großer Preis der USA 2017: freies Training FOTO: afp, wt
Austin. Lewis Hamilton hat seinen Anspruch auf den vorzeitigen Titelgewinn in der Formel 1 eindrucksvoll untermauert. Der Mercedes-Pilot dominierte das freie Training. Sein WM-Rivale Sebastian Vettel leistete sich im Ferrari einen heftigen Abflug, landete im Kiesbett und wurde am Ende nur Dritter.

In 1:34,668 Minuten drehte Hamilton die mit Abstand schnellste Runde. "Es war ein schwieriger Tag. Bei dem Dreher habe ich mich vielleicht ein bisschen übernommen", sagte Vettel, der "kleinere Sachen" an seinem Dienstwagen bemängelte: "Ich konnte nicht so viel fahren. Der Abstand von den Zeiten ist groß, aber da mache ich mir jetzt keinen Kopf."

Anstatt Hamilton in Texas mit einer starken Vorstellung ein bisschen unter Druck zu setzen, lief das Training für Vettel gar nicht nach Plan. Der Heppenheimer (1:35,192) musste sich mit einer guten halben Sekunde Rückstand auf Hamilton mit Platz drei zufrieden geben. Der 32-Jährige spulte hingegen sein Programm ohne größere Probleme ab und präsentierte sich wie schon in den vergangenen Wochen in Topform.

Doch Vettel reagierte später auf das durchwachsene Training: Vor dem Qualifying am Samstagabend (23 Uhr) wird das Chassis an seinem Ferrari ausgetauscht. Der Umbau muss bis zum abschließenden freien Training (ab 18 Uhr) abgeschlossen sein, sonst wird die Scuderia bestraft und Vettel müsste beim Rennen aus der Boxengasse starten.

Das muss man zum Großen Preis der USA wissen

Schneller als Vettel war auf dem 5,513 Kilometer langen Circuit of the Americas in Texas zudem noch Max Verstappen (1:35,065). Der Niederländer verlängerte zudem am Freitag seinen Vertrag bei Red Bull bis 2020.

Hamilton könnte schon in Austin nach 2008, 2014 und 2015 erneut Weltmeister werden. Der Brite geht mit 59 Punkten Vorsprung auf Vettel ins Rennen, holt Hamilton 16 Zähler mehr als Vettel, steht er als neuer Weltmeister fest. Schon 2015 hatte sich Hamilton in Texas zum Weltmeister gekrönt.

Geschlagen geben will sich Vettel aber noch nicht. "Die Chancen sind gering, aber wir sind noch dabei", sagte Vettel: "Und wenn noch eine Chance besteht, muss man alles dafür tun, um sie zu nutzen." Auch Hamilton betonte, den Champagner noch nicht kalt gestellt zu haben. "Hier schon vom WM-Titel zu reden, das ist lächerlich", sagte er: "Sebastian war das ganze Jahr sehr stark, ich erwarte, dass Ferrari an diesem Wochenende und für den Rest der Saison sehr stark sein wird. Es ist mir egal, wo ich den Titel gewinne. Wichtig ist, dass ich ihn hole."

Nico Hülkenberg (Renault/1:36,534) musste sich mit Rang zwölf begnügen, zudem wurden weitere Teile seines Motors gewechselt. Der Emmericher wird in der Startaufstellung um 20 Plätze strafversetzt. Pascal Wehrlein (Worndorf/1:38,165) landete im Sauber abgeschlagen auf Platz 18.

Kombination aus 1. und 2. freiem Training:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes 1:34,668
2. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull 1:35,065
3. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:35,192
4. Valtteri Bottas (Finnland) Mercedes 1:35,279
5. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:35,463
6. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:35,514
7. Fernando Alonso (Spanien) McLaren 1:36,304
8. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:36,460
9. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:36,481
10. Esteban Ocon (Frankreich) Force India 1:36,490
11. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:36,529
12. Nico Hülkenberg (Emmerich) Renault 1:36,534
13. Daniil Kwjat (Russland) Toro Rosso 1:36,761
14. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas 1:37,285
15. Stoffel Vandoorne (Belgien) McLaren 1:37,352
16. Lance Stroll (Kanada) Williams 1:37,788
17. Brendon Hartley (Neuseeland) Toro Rosso 1:37,987
18. Pascal Wehrlein (Worndorf) Sauber 1:38,165
19. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:38,262
20. Romain Grosjean (Frankreich) Haas 1:38,387
nur im 1. freien Training im Einsatz: Sean Gelael (Indonesien) Toro Rosso 1:40,406, Charles Leclerc (Monaco) Sauber 1:41,115 (SID)

(dpa)
 
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