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Reifendebatte in der Formel 1
Webber unterstützt Vettel bei Reifen-Kritik: "Seb hat Recht"

Porträt: Vettel – der viermalige Formel-1-Weltmeister
Porträt: Vettel – der viermalige Formel-1-Weltmeister FOTO: dpa, pst jai nic
Ferrari-Star Sebastian Vettel hat für seine Kritik an Reifenhersteller Pirelli ausgerechnet von seinem alten Red-Bull-Teamrivalen Mark Webber Unterstützung erhalten. "Seb hat zu 100 Prozent Recht. Ein Reifenplatzer darf nicht die Strafe dafür sein, dass du mit dem Reifen zu lange fährst", sagte Webber im Gespräch mit der Fachzeitschrit auto, motor und sport.

Der Australier fährt nach seinem Ausstieg aus der Formel 1 für Porsche in der FIA-Langstrecken-WM, die an diesem Wochenende auf dem Nürburgring zu Gast ist.

"Reifen darf nicht nach 28 Runden platzen"

Webber betonte, dass man sich als Fahrer sicher sein müsse, "dass der Reifen dann noch hält. Wenn es stimmt, dass Pirelli eine Richtlinie von 40 Runden für einen Reifensatz ausgegeben hat, dann darf der Reifen nicht nach 28 Runden platzen. Das ist ein Unterschied von 12 Runden. Pirelli hat bis jetzt echt Glück gehabt."

Für Webber hört der Spaß auf, "wenn du nur noch Passagier bist aus einem Grund, den du nicht beeinflussen kannst. Fahrt mal mit 300 km/h durch Eau Rouge. Da will ich mich auf meine Reifen verlassen können", so der Australier: "In beiden Fällen in Spa ist der Reifen ohne Vorwarnung geplatzt. Deshalb geht es nicht, Ferrari da die Schuld zu geben."

Vettel hatte sich beim Großen Preis von Belgien an einer Ein-Stopp-Strategie versucht, Pirelli hatte zuvor zwei oder drei Stopps empfohlen. In der vorletzten Runde platzte der rechte Hinterreifen an Vettels Ferrari, der auf diesem Satz 28 Runden absolviert hatte. "Die Ansage von Pirelli war, dass der Reifen 40 Runden lang hält, und wir hatten glaube ich knapp 30 drauf", sagte Vettel: "Die Qualität der Reifen ist miserabel, das geht jetzt schon seit Jahren so, das kann nicht sein."

(sid)
 
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