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Formel 1
Mercedes zieht Protest auf Wunsch von Hamilton wieder zurück

Großer Preis von Japan 2016: das Rennen
Großer Preis von Japan 2016: das Rennen FOTO: ap, mdb
Suzuka. Mercedes hat gegen die Wertung des Formel-1-Rennens in Suzuka offiziell Protest beim Automobil-Weltverband FIA eingelegt, diesen aber wenig später wohl auch auf Druck seines Weltmeisters Lewis Hamilton zurückgezogen.

Das Team bezog sich ursprünglich auf die Aktion des zweitplatzierten Red-Bull-Fahrers Max Verstappen, der Weltmeister Lewis Hamilton bei dessen Überholmanöver kurz vor dem Ende des Rennens angeblich regelwidrig behindert haben soll.

Da alle Beteiligten Suzuka am späten Sonntagabend bereits verlassen hatten, wollte die FIA erst im Rahmen des nächsten Rennens in Austin/Texas (23. Oktober) über den Protest entscheiden. Bis dahin sollte das Resultat von Suzuka inoffiziell bleiben. Daraufhin zog Mercedes den Protest zurück, angeblich, "damit wir Suzuka mit einem offiziellen Ergebnis verlassen können".

Hamilton hatte sich kurz nach Bekanntwerden des Protests via Twitter zu Wort gemeldet. "Kein Protest von meiner Seite", schrieb er: "Ich habe gehört, das Team hat Protest eingelegt, aber ich habe ihnen gesagt, dass wir sowas nicht machen. Wir sind Champions und blicken nach vorne. Ende."

Mercedes hatte sich bei dem Protest auf Paragraf 27.5 der FIA berufen. Dieser besagt, dass ein Auto "zu keiner Zeit unnötig langsam, irreführend oder in einer Weise, die andere Personen gefährden könnte, gefahren werden darf". Verstappen hatte Hamilton ausgebremst, während des Bremsvorgangs angeblich unerlaubterweise die Spur gewechselt und den Weltmeister dabei von der Strecke gedrängt.

Teamchef Toto Wolff gab zu, dass er "ein Racer" sei und "hartes Racing liebe". Verstappen habe einen erfrischenden Stil, und natürlich habe er sich in der fraglichen Situation verteidigt. "Aber er verteidigt sich sehr hart", sagte Wolff, und "das Regelbuch besagt, dass man beim Bremsen das Auto nicht bewegen darf".

(dpa)
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