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Einigung gefunden
Formel-1-Motoren werden 2017 lauter und preiswerter

Fotos: Rosberg lässt sich von seinem Team feiern
Fotos: Rosberg lässt sich von seinem Team feiern FOTO: dpa, lbb ay
Sotschi. Das Tauziehen um das Regelwerk für die Formel-1-Saison 2017 ist beendet. Kurz vor dem Ablauf der Deadline am Samstag einigte sich die Formel-1-Kommission nach dem Aerodynamik-Reglement auch auf die Motoren-Regeln.

Dies gab der Automobil-Weltverband FIA am Freitagnachmittag bekannt. Der Motorsport-Weltrat hat die Vorlagen bereits für die kommenden beiden Jahre ratifiziert.

Die Aggregate werden demnach für Kundenteams zur kommenden Saison eine Million Euro günstiger, 2018 wird der Preis um weitere drei Millionen Euro reduziert. Die Anzahl der jährlich einsetzbaren Motoren für alle Rennställe soll zugleich abnehmen. In dieser Saison liegt das Limit bei fünf.

Auch hat jedes Formel-1-Team künftig ein Anrecht auf einen Motor. Ein Fall wie der von Red Bull, das Ende des Vorjahres zunächst ohne Motor für 2016 dastand, ist damit ausgeschlossen. Damit ist die Einführung eines Alternativmotors vom Tisch.

Zugleich wurde beschlossen, die Motoren der vier Hersteller (Mercedes, Ferrari, Renault, Honda) durch Vorschriften hinsichtlich Maßen, Gewicht oder Material anzugleichen. Dafür dürfen die Hersteller ab der kommenden Saison die Aggregate wieder beliebig oft weiterentwickeln.

Soundgeneratoren sorgen wieder für Lärm

Die Fans erhalten ebenfalls ein Bonbon: Die Motoren sollen spätestens 2018 mit Soundgeneratoren ausgestattet werden, welche die V6-Motoren wieder deutlich lauter machen.

Die Formel-1-Kommission, der neben Promoter Bernie Ecclestone und der FIA auch die Teams sowie Sponsorenvertreter und Streckenbetreiber angehören, hat damit die wesentlichen Wünsche des Dachverbandes, der kleineren Teams und auch der Fans erfüllt.

Auf das Design hatte sich die Formel-1-Kommission bereits am Dienstag geeinigt. Die Autos werden 2017 20 cm breiter. Auch Frontflügel (plus 15 cm) und Heckflügel (plus 20 cm) werden breiter werden, letzterer soll zugleich 15 cm tiefer abschließen.

In Kombination mit etwa 20 kg mehr Gewicht und breiteren Reifen werden um bis zu fünf Sekunden schnellere Rundenzeiten erwartet.

(areh/sid)
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