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Formel 1
Renault hofft nach Zoff im Vorjahr auf Zukunft mit Red Bull

Red Bull testet Cockpitschutz in Sotschi
Red Bull testet Cockpitschutz in Sotschi FOTO: dpa, ss ss hpl
Motorenhersteller Renault wünscht sich nach den teilweise heftigen Streitigkeiten im vergangenen Jahr eine langfristige Zukunft mit Red Bull in der Formel 1.

Das bestätigte Renault-Sportchef Cyril Abiteboul im Vorfeld des Großen Preises von Spanien dem Fachmagazin Autosport. Man habe diese Absicht dem Automobil-Weltverband FIA schon mitgeteilt. Ob auch Red Bull weiter mit den Franzosen arbeiten will, ist allerdings noch offen.

Die FIA hat die vier Hersteller Renault, Mercedes, Ferrari und Honda aufgefordert, bis zum Rennsonntag in Barcelona mitzuteilen, welche Teams sie in der kommenden Saison mit Motoren beliefern wollen. Bis zum 1. Juni sollen die Verträge unterschrieben werden. Steht ein Team ohne Antrieb da, hat es laut dem neuen Reglement dann das Recht, einen Motor von dem Hersteller zu beziehen, der die wenigsten Rennställe ausrüstet.

Ende des vergangenen Jahres war Red Bull in eben dieser Situation. Wegen der sportlichen Talfahrt war die Trennung von Renault bereits beschlossen, öffentliche Vorwürfe hatten die Beziehung schwer belastet, aus Mangel an Alternativen kehrte der frühere Weltmeister-Rennstall letztlich aber doch zum langjährigen Partner zurück.

In dieser Saison ist Red Bull bislang zufrieden mit dem Antrieb, in Barcelona beeindruckten Daniel Ricciardo (Australien) und Max Verstappen (Niederlande) mit den Startplätzen drei und vier. Bei den Testfahrten im Anschluss an das Rennen am Sonntag wird der weiterentwickelte Renault-Motor getestet, dieser soll beim Großen Preis von Kanada (12. Juni) zum Renneinsatz kommen.

"Ich hoffe, dass sie das Gefühl haben, dass wir sie mit einem wettbewerbsfähigen Produkt ausstatten", sagte Abiteboul: "Red Bull ist eine starke Kraft in der Formel 1, wir haben allen Grund, mit ihnen weiterzuarbeiten. Die Brücke zwischen uns war nie verbrannt."

(areh/sid)
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