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Formel 1
Motorenlieferant Renault steigt aus

Formel 1: Renault steigt als Motorenlieferant aus
Renault-Geschäftsführer Carlos Ghosn hat den Ausstieg als Motorenlieferant bestätigt. FOTO: afp, DR/bb
Frankfurt/Main. Die lange Zeit so erfolgreiche Formel-1-Ehe zwischen Red Bull und dem Motorenlieferanten Renault steht nun auch ganz offiziell vor dem Aus.

Wie Renault-Geschäftsführer Carlos Ghosn am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt bestätigte, wollen die Franzosen schon im kommenden Jahr nicht mehr als Ausrüster in der Königsklasse auftreten. Sebastian Vettels früherer Rennstall Red Bull Racing und das Schwesterteam Toro Rosso müssen damit ein Jahr vor dem ursprünglichen Vertragsende umsatteln.

"Wir haben ihnen klar gesagt: 'Zählt nicht mehr auf uns als Motorenlieferant'", sagte Ghosn der Zeitschrift Autocar und wies erneut auf die für Renault undankbare Situation hin: "Als Antriebslieferant wirst du nicht erwähnt, wenn du siegst. Aber wenn es Probleme gibt, dann wirst du kritisiert."

Komplett-Ausstieg oder eigener Rennstall

Über den noch bis 2016 gültigen Vertrag mit Red Bull werde aktuell neu verhandelt, für Renault gebe es nun zwei Möglichkeiten: "Wir werden entweder aussteigen oder ein eigenes Team an den Start bringen." Die wahrscheinliche Übernahme des hochverschuldeten Lotus-Rennstalls, um wieder ein Werksteam aufzubauen, wollte Ghosn indes weiterhin nicht bestätigen.

Wie es mit den Red-Bull-Teams weitergeht, ist indes noch unklar. Ein Motoren-Deal mit Mercedes scheint in den vergangenen Wochen wieder unwahrscheinlicher geworden zu sein, mit Ferrari liefen zuletzt Verhandlungen.

Der schwache Renault-Motor ist in aller Munde, seitdem es für Red Bull Racing mit Beginn der Saison 2014 bergab ging. Auch Red Bull sparte nicht mit Kritik und liebäugelte mit einem Wechsel. In den erfolgreichen Jahren zuvor, als mit Vettel vier Fahrer- und vier Hersteller-Titel gewonnen wurden, strahlte dagegen vor allem die Marke des Getränkekonzerns.

(sid)
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