| 10.34 Uhr

Formel-1-Chef über Deutschland-Rennen
"Kämpfen, dass es weitergeht"

Geschichte des Nürburgrings
Geschichte des Nürburgrings FOTO: dapd
London. Formel-1-Chef Chase Carey hat erneut die Bedeutung eines Deutschland-Rennens hervorgehoben.

"Der deutsche GP hat eine große Historie, und wir hätten auch gerne noch mehr deutsche Teams. 2018 kommen wir nach Deutschland zurück. Und wir kämpfen dafür, dass es danach weitergeht", sagte Carey in einem Interview der "Sport Bild". Deutschland, Frankreich, England, Italien und Spanien seien die "Kernländer in Europa".

Wegen der drohenden Verluste für die Organisatoren findet in diesem Jahr wie schon 2015 kein Grand Prix in Deutschland statt. 2018 ist wieder Hockenheim Gastgeber. Danach läuft der aktuelle Vertrag der nordbadischen Rennstrecke aus. Die noch von Ecclestone ausgehandelten wirtschaftlichen Belastungen sind für die Streckenchefs derart groß, dass auch die Betreiber in Hockenheim zu den aktuellen Bedingungen eher keine weiteren Rennen ausrichten wollen.

Unter dem neuen Formel-1-Besitzer Liberty Media und Geschäftsführer Carey könnten sich die Rahmenbedingungen mittelfristig aber ändern. Die Amerikaner hatten wiederholt betont, dass vor allem die Traditionsstrecken in Europa wichtig für die Marke Formel 1 seien. Insgesamt wolle man den Standort Deutschland dabei stärken, daher hoffe man auch auf weitere deutsche Hersteller. "Natürlich", sagte Carey auf die Frage, ob BMW, Porsche oder Audi für die Formel 1 interessant sind: "Unser Ziel ist, dass solche Firmen Rennteams in der Formel 1 besitzen wollen. Daher passen wir die technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen an."

Bei Rekordweltmeister Michael Schumacher gerät Carey ins Schwärmen. "Michael Schumacher ist eine der Kultfiguren der Formel 1", sagte der US-Amerikaner. "Schumacher definiert das Nonplusultra eines Formel-1-Rennfahrers. Wir werden deshalb auch einen der Konferenzräume in unserem Hauptquartier in London nach ihm benennen, um ihm Respekt zu zollen."

Schumacher hatte sich bei einem Skiunfall Ende 2013 ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen, zunächst tagelang in Lebensgefahr geschwebt und monatelang im künstlichen Koma gelegen. Nach einem langen Krankenhaus-Aufenthalt wurde der heute 48-Jährige in sein Haus in seiner Schweizer Wahlheimat am Genfer See verlegt. Wie es dem zweifachen Familienvater geht, ist nach wie vor unklar.

(can/dpa/sid)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Formel 1: Rennen in Deutschland soll weiterhin stattfinden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.