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Heimrennen in der Formel 1
Perez bringt mexikanische Fans zum Ausflippen

Formel 1: Sergio Perez bringt mexikanische Fans zum Ausflippen
Sergio Perez trifft in Anwesenheit von Bernie Ecclestone Mexikos Staatspräsident Enrique Pena Nieto. FOTO: afp, di
Mexiko Stadt. Nicht Lewis Hamilton oder Sebastian Vettel sind die gefragtesten Fahrer in Mexiko, sondern Lokalmatador Sergio Perez. Der ist ganz aufgeregt. "Das ist alles ein einziger Traum", sagte der Mexikaner und kann sein Heimrennen am Sonntag gar nicht erwarten: "Das wird der größte Tag in meiner Karriere."

Der 25-Jährige in Diensten von Force India genießt die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Die Fans rasten aus, wenn sie ihn sehen. Sein Bild hängt fast überall in der Stadt. Er wurde im Vorfeld in jede TV-Sendung eingeladen. Nach 23 Jahren Abstinenz ist die Sehnsucht der Mexikaner nach der Formel 1 an jeder Ecke zu spüren.

"Das ist nicht irgendein neues Rennen, das ist eine Heimkehr", sagte Perez, den alle in Mexiko nur "Checo" nennen. Am Wochenende erwartet er eine einzige große PS-Party: "Ich traue mich zu sagen: Die Begeisterungsfähigkeit der Menschen hier ist einzigartig. Das wird fantastisch."

Weltmeister Hamilton steigt in den Wrestling-Ring FOTO: ap

In Mexiko wird erwartet, dass der Grand Prix rund 400 Millionen Dollar (etwa 362 Millionen Euro) in die Staatskassen spült. Rund 300.000 Touristen aus dem In- und Ausland reisen für das Wochenende in die Riesen-Metropole und lassen ihr Geld in Restaurants, Shopping-Malls und Hotels. Kein Wunder, dass sich am Donnerstag sogar Mexikos Staatspräsident Enrique Pena Nieto die Ehre gab und sich über die Strecke im Autodromo Hermanos Rodriguez fahren ließ. Am Ende schüttelte er dem strahlenden Perez noch die Hand.

Doch im Hintergrund zog bei der Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko bei den Verhandlungen mit Bernie Ecclestone Carlos Slim die Fäden. Der Telekommunikations-Unternehmer aus Mexiko nennt laut Forbes-Liste 2015 ein Vermögen von etwa 77,1 Milliarden US-Dollar sein Eigen - damit ist Slim hinter Bill Gates im Moment der zweitreichste Mensch des Planeten. Und er ist ein großer Fan der Formel 1 und von Perez.

Ohne die Millionen von Milliardär Slim wäre Perez wohl gar nicht in der Formel 1 gelandet. "Carlos war immer ein großer Förderer meiner Karriere und ein großer Freund", sagte Perez. Der derzeitige WM-Neunte will nun zurückzahlen und am Wochenende eine gute Show abliefern. "Natürlich ist da eine Menge Druck, aber der ist positiv", sagte Perez. Der Mexikaner kann es kaum erwarten.

GP von Mexiko 2015: Fakten
(areh/sid)
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