Red-Bull-Pilot soll bleiben: Formsache: Webber winkt ein neuer Vertrag
zuletzt aktualisiert: 28.07.2011 - 20:38Budapest (RPO). Mark Webber denkt nur an die Gegenwart. "Wir wollen uns in Ungarn weiter verbessern. Die Strecke liegt unserem Auto", sagte der australische Formel-1-Pilot am Donnerstag: "Wir müssen uns hier auf die wesentlichen Dinge konzentrieren." Kein Wort über seine persönliche Zukunft, die scheinbar sicher weiter bei Red Bull liegt. Webbers Einjahresvertrag läuft nach dieser Saison aus. Für Teamchef Christian Horner sei die noch fehlende Unterschrift des 34-Jährigen allerdings lediglich eine Formalität. "Es gibt keinen Grund, unsere Fahrerpaarung 2012 zu ändern", sagte Horner in einem Interview der "Sport Bild".
Damit scheinen die jüngsten Probleme zwischen Webber und Horner endgültig ad acta gelegt. Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone soll Webber Anweisungen des Teams missachtet haben. Ein Jahr zuvor an gleicher Stelle hatte sich Webber bei seinem Sieg über seinen Status als Nummer zwei mit reichlich Sarkasmus beschwert: "Nicht schlecht für einen Nummer-zwei-Piloten."
Erfolgreiche Aussprache
Nach dem erneuten Vorfall in Großbritannien in diesem Jahr hatte es eine Aussprache zwischen Webber und Horner gegeben. Offenbar mit Erfolg. "Ehrlich gesagt: Ich persönlich habe ein Problem damit, irgendeinen anderen Piloten in unserem Auto zu sehen oder Mark Webber in einem anderen Team", sagte Horner. Ein deutliches Votum für Webber, der 2002 sein Debüt in der Formel 1 gab und seit 2007 für Red Bull fährt.
Allerdings scheint in erster Linie Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz ein Machtwort gesprochen zu haben. Der Österreicher hatte zuvor schon stets betont, es bestünden keine Zweifel an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit. Webber könne kein besseres Auto bekommen und Red Bull keinen besseren Fahrer.
Das stellte Webber am Nürburgring mit der Pole Position und Platz drei im Rennen unter Beweis. Der Australier landete erstmals in dieser Saison vor Weltmeister Vettel, der zuvor sechs Siege und drei zweite Plätze einfuhr und die WM-Tabelle souverän anführt. Immerhin 77 Punkte vor Webber. "Sie treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen", sagte Horner. Ähnlich sieht es auch Webber. "Ich habe einen starken Teamkollegen, und das ist es, was ich will", sagte der Australier.
"Müssen konstruktiv zusammenarbeiten"
Die von Horner angesprochenen Höchstleistungen blieben bei Webber in dieser Saison allerdings zumeist aus. Der 34-Jährige treibt Vettel von Sieg zu Sieg, Webber selbst wartet seit exakt einem Jahr auf seinen siebten Grand-Prix-Erfolg. Ob der nun wie 2010 in Ungarn erfolgt, ist fraglich. "Drei Teams, also sechs Fahrer reden hier um den Sieg mit", sagte Webber. Man sei am Nürburgring etwas zu langsam gewesen, aber in drei Tagen könne man nicht viel ändern. "Wir können am besten bei den Rennen lernen. Wir müssen konstruktiv zusammenarbeiten, um uns zu verbessern."
Für die Fahrer geht es nach dem Rennen in Budapest am Sonntag (14.00 MESZ) in den Urlaub. Rad fahren will der Australier diesmal nicht, sondern in Frankreich entspannen. Zumindest die nähere Zukunft hat der 34-Jährige im Blick.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







