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Nachfolger bei Sauber stehen bereit: Frentzens und Heidfelds Tage scheinen gezählt

zuletzt aktualisiert: 03.08.2003 - 12:48

Hockenheim (rpo). Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld müssen sich wohl nach einem neuen Team umgucken. Informationen der Deutschen Presse Agentur (dpa) stehen mit Giancarlo Fisichella und Felipe Massa bereits die Nachfolger parat. 

"Es ist noch nichts entschieden. Das gilt für beide Cockpits", versicherte Teamchef Peter Sauber in Hockenheim. "Quick Nick" erklärte: "Noch ist nix fix fürs nächste Jahr." Auch laut Frentzen ist "noch keine Entscheidung gefallen". Immerhin räumte er ein: "Es gibt wahrscheinlich Veränderungen."

Beide Piloten gaben zu, dass ihre Manager seit längerem mit anderen Rennställen reden. "Wir verhandeln mit einigen Teams", sagte Heidfeld. BAR, Jaguar, Jordan und Toyota gelten als seine möglichen Alternativen. Er will sich dazu jedoch nicht äußern. Nur so viel lässt sich der Rheinländer zum Reizthema Cockpit 2004 entlocken. "Meine Präferenzen sind ganz logisch: Ich will in das bestmögliche Team kommen, in dem ein Platz frei ist und das Perspektiven hat."

Dies heißt, dass er sich weiterhin mit Mittelmaß zufrieden geben muss. Denn bei den Top-Vier - Ferrari, Williams-BMW, McLaren-Mercedes und Renault - tut sich diesbezüglich derzeit nichts. "Für 2005 wird sich einiges ändern, weil dann viele Verträge auslaufen. Da habe ich große Hoffnungen", sagte Heidfeld. Von daher wäre ihm ein neuer Einjahreskontrakt am liebsten.

Für Frentzen sieht die Lage düsterer aus: Jordan scheint seine einzige Grand-Prix-Alternative zu sein. Mit Eddie Jordan hat er den Rechtsstreit wegen seines Rauswurfs vor zwei Jahren unmittelbar vor dem Großen Preis von Deutschland gütlich beigelegt. Ansonsten droht dem 36-Jährigen ein Abstieg in das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) oder das Karriereende. "Ich kann jetzt nicht offen über meine Zukunft sprechen, auch wenn ich das gern täte", deutete Frentzen an, dass seine Planungen für 2004 weit gediehen sind.

Sauber steckt in einer Zwickmühle. Der Schweizer weiß genau, dass die Schuld an der schwachen Vorstellung nicht bei den beiden Piloten liegt, sondern am Auto. Im Interesse seines Teams ist er aber zum Handeln gezwungen, wobei er vielen Zwängen unterliegt. Für Massa spricht aus dieser Sicht, dass er Testpilot bei Ferrari ist und die Italiener den Schweizern Kundenmotoren liefern. Da liegt ein Deal zu Gunsten beider Parteien nahe, zumal Peter Sauber und Ferrari-Teamchef Jean Todt befreundet sind. Der 22 Jahre junge Brasilianer Massa, der schon 2002 für Sauber fuhr, soll dort für höhere Aufgaben im Ferrari- Cockpit heranreifen.

Fisichella ist seit Jahren einer von Saubers Lieblingspiloten. Der Schweizer zählt den 30 Jahre alten Italiener, der die Fabrik in Hinwil vor kurzem besichtigt hat, zu den sechs besten Formel-1- Fahrern. Jetzt hat er die Chance, Fisichella nach dessen Vertragsende bei Jordan zu verpflichten. Im Gegenzug könnte Frentzen oder Heidfeld zu den "Gelben" gehen.

Für "Quick Nick" verlief das Qualifying enttäuschend.  Foto: RPO
Für "Quick Nick" verlief das Qualifying enttäuschend. Foto: RPO

 
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