Abu Dhabi - und dann?: Heidfeld will in der Formel 1 bleiben
zuletzt aktualisiert: 30.10.2009 - 15:31Abu Dhabi (RPO). Die Premiere im heißen Abu Dhabi könnte gleichzeitig das letzte Rennen für Nick Heidfeld bedeuten. Der Mönchengladbacher steht nach dem Formel-1-Ausstieg zum Saisonende von BMW vor einer ungewissen Zukunft. Doch um diese sorgt er sich nicht. "Ich bin ziemlich sicher, dass ich nächstes Jahr hier sein werde", sagt 'Quick Nick' fast trotzig: "Wir sprechen mit ein paar Teams."
Viele Alternativen dürfte Heidfeld nach einer enttäuschenden Saison allerdings nicht haben. Vielleicht Toyota, vielleicht auch Renault, am ehesten könnte er wohl beim BMW-Nachfolgeteam von Peter Sauber einen Job bekommen. Das weiß auch Heidfeld: "Hoffentlich wird das Team am Start sein. Ich glaube, dass Sauber viel besser sein wird als die neuen Teams." Neue Rennställe seien zwar wichtig für die Formel 1, aber der Abschied von Sauber wäre für ihn jammerschade: "Das wäre schwer zu verstehen."
Heidfeld ist in der "Formel deutsch" der große Wackelkandidat. Sollte der Mönchengladbacher aber einen Arbeitgeber finden, wäre 2010 wahrscheinlich die Rekordzahl von sechs deutschen Fahrern am Start. Dennoch ist derzeit nur Jungspund Sebastian Vettel, der im WM-Finale 2009 am Sonntag (14.00 Uhr MEZ/live bei RTL und Sky) in Abu Dhabi den zweiten WM-Rang sichern will, gesetzt. Der 22-Jährige aus Heppenheim steht bis zum Saisonende 2011 bei Red Bull unter Vertrag.
Nico Rosberg sitzt in Abu Dhabi letztmals im Williams-Cockpit, doch es gilt als sicher, dass der 24-Jährige im kommenden Jahr an der Seite von Weltmeister Jenson Button für das Brawn-Team fährt. Der zurzeit verletzt pausierende Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) soll angeblich bei Renault ganz hoch im Kurs stehen. Adrian Sutil (Gräfelfing) dürfte aller Voraussicht nach weiter für Force India starten, GP2-Champion Nico Hülkenberg (Emmerich) wird bei Williams wohl vom Test- zum Stammfahrer aufsteigen.
Heidfeld hat sich in der Formel 1 bislang nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Seinem Beinamen "Quick Nick" macht er schon lange keine Ehre mehr. Seit mittlerweile 167 Rennen wartet er immer noch auf den ersten Sieg in der Formel 1. In dieser Saison belegt Heidfeld vor dem Finale mit nur 15 Punkten den enttäuschenden 14. Platz in der Fahrer-Wertung.
Den Ausstieg von BMW bedauert Heidfeld sehr. Das letzte Rennen für die Weiß-Blauen sei für ihn deshalb etwas Besonderes, vor allem, was die Emotionen angeht, sagt der Mönchengladbacher: "Ich glaube aber, dass sich alle auf die Aufgabe konzentrieren werden, die sie zu erledigen haben. Es ist keine einfache Situation, wenn niemand weiß, ob es Sauber überhaupt noch geben wird. Es wird unser Abschneiden hier aber nicht beeinflussen."
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