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Formel 1
Magnussen und Palmer stellen neuen Renault vor

Renault stellt neuen Boliden vor
Renault stellt neuen Boliden vor FOTO: dpa, nic
Guyancourt. Zumindest die erste Pole Position des Jahres geht an den Neuling aus Frankreich. Mit einigem Getöse hat Renault am Mittwoch als erster Rennstall seinen Boliden für die kommende Formel-1-Saison präsentiert, in Guyancourt vor den Toren von Paris enthüllten die Franzosen den RS 16 - und machten gleich klar, dass der Angriff auf Mercedes und Ferrari das Ziel sein muss.

"Renault ist zurück, um zu gewinnen", sagte Sportchef Jerome Stoll: "Wir haben das Budget, wir haben das Talent, wir haben den Willen und die Leute, um das zu schaffen."

Erst nach langen, zähen Verhandlungen hatte Renault Ende vergangenen Jahres den verschuldeten Lotus-Rennstall übernommen und so die Rückkehr als Werksteam perfekt gemacht. Umso überraschender nun, dass der neue Bolide bereits knapp drei Wochen vor dem Start der ersten Tests zumindest vorzeigbar ist.

Der Renault RS 16 ist - auch das war eine Überraschung - fast komplett in Schwarz gehalten. Das charakteristische Gelb ist lediglich auf den Seitenkästen und an Front- und Heckflügel zu finden. Bis zum Saisonstart kann und soll sich das farbliche Erscheinungsbild allerdings noch ändern.

In den selbstbewussten Auftritt der Rückkehrer - 2005 und 2006 holte man mit Fernando Alonso die Titel in der Fahrer- und Hersteller-WM - mischten sich allerdings durchaus vorsichtige Töne. "Sie können im kommenden Jahr eigentlich noch nicht mit den Besten mithalten", sagte der viermalige Weltmeister Alain Prost, Markenbotschafter bei Renault: "Es macht keinen Sinn, die Leute anzulügen. Es wird sehr schwer dieses Jahr, vor allem zu Beginn. Sie müssen geduldig sein. Die Medien und die Öffentlichkeit verstehen das vielleicht nicht, daher ist Kommunikation sehr wichtig."

Auch ein Blick auf die Fahrerpaarung ist bereits ein Hinweis darauf, dass die großen Ziele eher mittelfristig angepeilt werden. Der Däne Kevin Magnussen (23) erhält eine zweite Chance in der Formel 1 und besetzt das zweite Cockpit neben Jolyon Palmer (25), einem britischen Rookie. Der Venezolaner Pastor Maldonado musste gehen, der Franzose Romain Grosjean hatte zuvor bereits seinen Wechsel zum neuen US-Rennstall Haas F1 verkündet. Sitz des Teams bleibt weiterhin das englische Enstone, hier wird das Auto gebaut. Die Motoren entstehen dagegen im französischen Viry-Chatillon.

Nach der Bestätigung des Renault-Teams ist für die kommende Saison indes nur die Fahrerpaarung des Manor-Rennstalls noch offen. Auch gut sechs Wochen vor dem Saisonstart in Melbourne (20. März) darf Pascal Wehrlein (Worndorf) weiter auf den Sprung in die Königsklasse hoffen. Der DTM-Champion in Diensten von Mercedes ist heißer Anwärter auf einen Platz bei Manor, das ab der kommenden Saison von Motoren mit dem Stern angetrieben wird.

(seeg/sid)
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