Sportlicher Jahresrückblick – Teil 2: Kubicas Unfall schockt die Motorsport-Welt
zuletzt aktualisiert: 20.12.2011 - 14:28Düsseldorf (RPO). RP Online blickt auf das Sportjahr 2011 zurück. Im zweiten Teil geht es um den Horror-Unfall von Formel-1-Pilot Robert Kubica im Rallye-Auto.
Der Motorsport-Welt stockte der Atem. Robert Kubica, polnischer Formel-1-Pilot, wollte bei einer Rallye in Italien eigentlich nur ein bisschen Spaß haben – am Ende musste er den Ausflug beinahe mit seinem Leben bezahlen.
Der damals 26 Jahre alte Kubica knallte mit seinem Skoda Fabia nach nur sechs gefahrenen Kilometern gegen die Mauer einer Kirche und zog sich dabei schwere Verletzungen am rechten Bein, Arm und vor allem der Hand zu. Anfangs drohte dem Motorsportler sogar eine Amputation.
Die Entwarnung kam einen Tag später. In einer siebenstündigen Not-Operation retteten die Ärzte Kubicas Hand und dem Polen das Leben. "Er erinnert sich sehr gut an den Unfall", sagte Professor Mario Igor Rossello, Chefarzt der San-Paolo-Klinik in Savona, nach der Marathon-Operation. Ein gutes Zeichen, dass Kubica gleich wieder auf vollständige Genesung hoffen durfte.
Und die Hoffnungen sind noch heute berechtigt. Im August wurde Kubica letztmals operiert, um die Mobilität des Ellenbogens zu stabilisieren. Sein Comeback für die kommende Saison 2012 schloss der Pole aber vorerst aus, er will sich erst einmal komplett von dem Unfall erholen.
"Auch wenn ich in den letzten Wochen sehr, sehr hart gearbeitet habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich noch nicht sicher sein kann, ob ich 2012 fahren kann", sagte Kubica im November: "Ich weiß, dass das Team sich auf das nächste Jahr vorbereiten muss, und deshalb würden weitere Deadlines keinen Sinn machen. Es war eine schwierige Entscheidung, aber die logische."
Seine Genesung bezeichnete der Pole als "sehr ermutigend, meine Ärzte sind weiterhin beeindruckt. Ich brauche einfach nur mehr Zeit, wenn ich 100 Prozent fit sein will, bevor ich wieder fahre".
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