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McLaren-Chef Brown
Ohne siegfähiges Auto ist Alonso weg

Porträt: Erster spanischer Weltmeister in der Formel 1
Porträt: Erster spanischer Weltmeister in der Formel 1 FOTO: afp, LLG/raf
Barcelona. McLaren-Chef Zak Brown rechnet mit dem Abschied von Fernando Alonso, sollte der Formel-1-Rennstall dem Spanier nicht bald einen siegfähigen Wagen geben.

"Wenn wir ihm ein konkurrenzfähiges Auto bauen, wird er bleiben. Wenn wir das nicht können, wird er gehen", sagte Brown der BBC am Rande des Grand Prix in Barcelona.

Schwachpunkt bei McLaren ist der Honda-Motor. Am Freitag zum Auftakt seines Heimrennens musste Alonso im ersten freien Training schon nach wenigen Metern wegen eines Motorschadens seinen Wagen abstellen. Es war ein weiterer Rückschlag in einer ohnehin schon pannenreichen Saison. Als einziger der 20 Fahrer erreichte der 35-Jährige in keinem der bisherigen vier Rennen das Ziel. Beim Grand Prix von zwei Wochen in Sotschi streikte sein Wagen schon nach der Einführungsrunde.

"Es ist nicht meine Karriere, meine Fähigkeit, mein Image", sagte Alonso nach dem jüngsten Vorfall Richtung Honda-Verantwortliche. "Es ist ihre Karriere, ihre Fähigkeit, Geld und Image."

Alonsos Vertrag läuft bei McLaren am Ende der Saison aus. Er hat angekündigt, nach dem Sommer über seine Zukunft zu entscheiden. Er wolle in der Formel 1 bleiben, betonte der Asturier. Wenn er die Möglichkeit sehe zu gewinnen, "wäre ich mehr als froh, im Team zu bleiben". Die Wahrscheinlichkeit, dass er bei einem Abschied von  McLaren zu einem der drei Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull wechseln könnte, ist allerdings gering.

Ablenkung vom grauen Formel-1-Alltag findet Alonso in den nächsten Wochen bei den Indy500. Sein Team ermöglicht ihm einen Start bei dem legendären Rennen am 28. Mai. Unmittelbar nach dem Grand Prix in Spanien fliegen Alonso und sein Chef Brown nach Indianapolis. 

(dpa)
 
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