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Michael Schumachers "Private Collection"
Schumis Weltmeister-Boliden werden in Köln ausgestellt

Michael Schumacher: Formel-1-Autos werden in Köln ausgestellt
Viele Erinnerungsstücke von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher werden ab April 2018 in Köln zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darunter sind 20 Rennwagen, Helme, Pokale.  Von Claudia Hauser, Köln

Michael Schumacher hat die meisten seiner Helme, Rennanzüge und Handschuhe verwahrt und gesammelt. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister hat aber auch seine Weltmeisterautos als Erinnerungen behalten - und natürlich sämtliche Pokale. "Die ganze Familie hatte immer im Kopf, diese Sammlung irgendwann seinen Fans zugänglich zu machen", sagt Schumachers Managerin Sabine Kehm am Donnerstag in Köln.

Im April 2018 soll die "Private Collection" des Rennfahrers nun dauerhaft auf dem ehemaligen Flughafengelände des Butzweilerhofs in Köln zu sehen sein. "Michaels Karriere umfasst zwei Dekaden", sagt Kehm. "Die Exponate erzählen daher auch ein Stück Automobil- und Mobilitätsgeschichte." Alle, die nostalgische Gefühle mit Schumachers Karriere verbinden würden, sollen in Köln künftig einen Anlaufpunkt haben, wie Kehm sagt. Und die Ausstellung, die keinen Eintritt kosten wird, soll noch mehr sein: "Die Familie Schumacher möchte damit Danke sagen an alle Fans und sich für die Anteilnahme während seiner Karriere, aber auch in den letzten Jahren bedanken", sagt Kehm.

Michael Schumachers "Private Collection" in Köln FOTO: Claudia Hauser

Schumachers Privatsphäre soll gewahrt bleiben

Seit seinem schweren Skiunfall am 29. Dezember 2013 ist so gut wie nichts über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher bekannt geworden. Nach einem Schädel-Hirn-Trauma lag er mehrere Monate im Koma. Seit September 2014 ist er zur Rehabilitation in seinem Haus in der Schweiz.

Die 52-jährige Managerin sagt am Donnerstag: "Sein Gesundheitszustand soll privat bleiben, das möchte die Familie so."

Die Ausstellung wird Teil der "Motorworld Köln – Rheinland". Auf dem ehemaligen Flughafengelände werden auf einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratmetern jede Menge Autos zu sehen sein: Klassiker, Oldtimer, Luxuslimousinen, aber auch Motorräder. Sammler dieser Fahrzeuge können ihre Autos in Glasboxen ausstellen, zusätzlich gibt es Werkstätten, Shops, Tagungsräume.

Doch das Highlight soll die Etage in einem alten Hangar werden, auf der Schumachers Erinnerungsstücke gezeigt werden: "Es bedeutet uns sehr viel, Michael Schumachers Leistungen in dieser Form würdigen zu können und sie seinen Fans ganz nahe zu bringen", sagt Andreas Dünkel, Vorsitzender der Motorworld Group. 20 Rennboliden gehören dazu, darunter ein Mercedes und acht Ferraris – alles Autos, die Schumacher gefahren, mit denen er seine größten Erfolge erzielt hat. "Natürlich sind auch seine sieben Weltmeister-Autos dabei", sagt Kehm.

Am kommenden Wochenende wird Schumachers Sohn Mick in Spa-Francorchamps eines dieser Weltmeister-Autos fahren: Er dreht mit dem 1994er Benetton Ford B 194-5 eine Ehrenrunde auf dem Ardennenkurs. 25 Jahre ist es her, dass sein Vater mit dem Boliden seinen ersten Formel-1-Weltmeistertitel holte. 

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