Neuer F2012 im Internet enthüllt: Mit diesem Geschoss macht Ferrari Jagd auf Vettel
zuletzt aktualisiert: 03.02.2012 - 10:49Maranello/Berlin (RPO). Eine "hässliche rote Göttin" mit krummer Nase soll Sebastian Vettel vom Formel-1-Thron stoßen: Vom Schnee ins Internet vertrieben hat Ferrari seinen neuen F2012 vorgestellt und dem deutschen Weltmeister den Kampf angesagt.
"Wir haben eine Revolution gestartet und das Auto praktisch in allen Bereichen verbessert", sagte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der den Boliden mit dem markanten Nasenhöcker schmunzelnd als "hässlich" bezeichnete.
Di Montezemolo war derweil nur per Videobotschaft zugeschaltet, wegen der starken Schneefälle hatte er nicht in den Firmensitz nach Maranello anreisen können. Die Witterungsbedingungen machten auch die eigentlich traditionellen Demonstrations-Runden mit dem neuen Auto unmöglich.
Dieses sei mit seiner krummen Nase "nicht so hübsch", gestand Teamchef Stefano Domenicali ein. Deshalb stelle das Auto einen "Stilbruch mit der Vergangenheit" dar. Dies sei den technischen Vorgaben geschuldet, aber "wir hoffen, das Auto ist schnell. Das ist es doch, was zählt."
Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso, der um 10.05 Uhr behutsam ein rotes Tuch vom neuen Boliden hob, zeigte sich jedenfalls zufrieden. "Das Auto sieht ganz anders aus als in meinen ersten beiden Jahren bei Ferrari", sagte er: "Aber ich bin begeistert." Teamkollege Felipe Massa ergänzte: "Der Wagen sieht richtig aggressiv aus, so wie ich es mir erträumt hatte."
Der Spanier Alonso, der im Vorjahr mit einem weit unterlegenen Auto starke Leistungen gezeigt hatte und zumindest Vierter im WM-Klassement gworden war, will 2012 wieder voll angreifen. "Ich möchte das rote Auto im nächsten Jahr immer gewinnen sehen. Oder wenigstens in jedem Rennen auf dem Podium", sagte er voller Kampfgeist.
Schwer unter Druck steht der frühere Vize-Weltmeister Massa in der letzten Saison seines aktuellen Vertrages. "Er weiß, dass er nach einem wenig positiven Jahr vieles besser machen muss", sagte di Montezemolo. Der Brasilianer Massa war im Vorjahr WM-Sechster geworden, holte mit 118 Punkten aber weniger als die Hälfte der Zähler von Alonso (257).
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