Formel-1-Saison 2011: Neuer Kurs, alte Teams
zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 - 16:41Paris (RPO). Tag der Entscheidungen in Paris: Erstmals mit 20 Rennen, aber dafür weiter mit zwölf Teams wird die Formel-1-WM 2011 ausgetragen. Das beschloss das World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA am Mittwoch, bevor es sich mit der Teamorder-Affäre von Ferrari beschäftigte.
In Bezug auf das Starterfeld für 2011 und 2012 entschied das Gremium, dass kein Antragsteller die nötige Qualifikation für den vakanten 13. Platz im Starterfeld habe und ließ damit die Hoffnungen des früheren Weltmeisters Jacques Villeneuve auf die Rückkehr in die Königsklasse platzen.
"Die Erinnerung an das Debakel um USF1 ist noch immer in ihren Hinterköpfen", hatte Villeneuve vor der Entscheidung gesagt und damit Verständnis für die später verkündete Absage signalisiert.
USF1 sollte in diesem Jahr in der Königsklasse antreten, zog die Nennung dann aber wegen großer finanzieller Probleme kurz vor Saisonbeginn zurück. Die FIA hatte den Rennstall danach für immer aus allen Wettbewerben ausgeschlossen und eine Geldstrafe in Höhe von 309.000 Euro verhängt. Das entspach der von dem Rennstall für die Saison 2010 bereits eingezahlten Einschreibegebühr, die damit verfiel.
Formel-1-Premiere in Indien
Nach der Ablehnung von Villeneuves Durango-Team wird die Formel-1-Premiere in Indien jetzt ohne den Kanadier stattfinden. Dort wird die Königsklasse am 30. Oktober 2011 das 18. von insgesamt 20 Rennen fahren, so viele wie noch nie in ihrer Geschichte. Bislang lag das Maximum bei 19 Grand Prix in den Jahren 2005 und 2010.
Die Saison 2011 wird am 13. März in Bahrain eröffnet, der Große Preis von Deutschland auf dem Nürburgring steigt am 24. Juli. Das Saisonfinale kehrt nach zwei Gastspielen in Abu Dhabi wieder nach Brasilien zurück, wo am 27. November das letzte Rennen auf dem Programm steht.
Zudem will die FIA den Ehrenkodex für Formel-1-Piloten verschärfen, um sicherzustellen, dass sie ihrer Vorbildfunktion nachkommen. Verkehrsverstöße im normalen Straßenverkehr können danach die Rennfahrer möglicherweise künftig auch ihre für die Königsklasse benötigte Superlizenz kosten. Das World Motor Sport Council formulierte eine Empfehlung an die Generalversammlung der FIA, den Internationalen Sporting Code abzuändern.
Vergehen im Straßenverkehr werden bestraft
Nach diesem Vorschlag müssen Superlizenz-Inhaber zum einen auch im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Zum anderen soll die FIA Piloten bei schweren Vergehen im Straßenverkehr, die von einer nationalen Polzeibehörde festgestellt wurden, entweder verwarnt oder sogar mit dem vorübergehenden Entzug der Superlizenz bestraft werden.
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