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Mercedes-Vertrag
Rosberg: "Sicher, noch viele Jahre hier zu fahren"

Porträt: Rosberg – Deutscher, Monegasse, Vize-Weltmeister
Porträt: Rosberg – Deutscher, Monegasse, Vize-Weltmeister FOTO: dpa, da ko
Zu seinem 31. Geburtstag am Montag hat Nico Rosberg viele Geschenke bekommen, ein neuer Vertrag bei Mercedes war allerdings nicht dabei. Zumindest noch nicht. Denn dass der WM-Spitzenreiter der Formel 1 bis mindestens 2018 einen Silberpfeil steuern wird, scheint reine Formsache.

"Ich bin mir sicher, dass ich noch viele Jahre hier fahren werde", sagte Rosberg am Dienstag am Rande des Medientages für den Großen Preis von Deutschland in Hockenheim (31. Juli). Allerdings, betonte der gebürtige Wiesbadener, gebe es bei den Vertragsverhandlungen "keinen Zeitdruck".

Seiner Zukunft in Silber darf er sich trotzdem sicher sein. Sonst wäre Mercedes-Formel-1-Aufsichtsratschef Niki Lauda wohl kaum so weit vorgeprescht wie zuletzt. "Wir sind uns ziemlich einig über einen neuen Zweijahresvertrag. Die Details müssen nur noch ausgearbeitet werden", sagte der dreimalige Weltmeister am Montag der Bild-Zeitung.

Diese "Details" dürften vor allem den finanziellen Part betreffen. Rosbergs Teamkollege, der dreimalige Weltmeister Lewis Hamilton (England), verlängerte seinen Kontrakt im Vorjahr bis 2018 und ließ sich seine Unterschrift mit 35 Millionen Euro pro Jahr versilbern.

Wie nah WM-Leader Rosberg, der bislang knapp die Hälfte verdienen soll, an diese Summe herankommt, kann er angesichts von vier Formel-1-Rennen bis Ende Juli wohl in erheblichem Maße selbst beeinflussen. Der Große Preis von Belgien am letzten Augustwochenende scheint nach vierwöchiger Sommerpause als Rahmen dann wie gemacht für die Vollzugsmeldung.

Beim Saisonauftakt in Melbourne erschien dieses Szenario nur schwer vorstellbar. Durchaus offen wurde im März über die Ablösung des zweimaligen Vizeweltmeisters am Ende des Jahres spekuliert. Formel-1-Rookie und Mercedes-Protégé Pascal Wehrlein (Worndorf/Manor) wurde ebenso als möglicher Rosberg-Nachfolger gehandelt wie etwa Mega-Talent Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) oder Ex-Weltmeister Fernando Alonso. Der stolze Spanier hatte allerdings schon 2007 eine legendäre Stallfehde mit dem nicht minder stolzen Hamilton bei McLaren ausgefochten.

Mittlerweile wirken diese Spekulationen wie eine verstaubte Episode von vorgestern. Längst hält Rosberg alle Trumpfkarten in der Hand. Vor dem neunten WM-Lauf am Sonntag in Spielberg/Österreich (14 Uhr/Live-Ticker) führt er die Meisterschaft nach fünf Siegen mit 141 Punkten vor seinem Teamrivalen Hamilton (117) und Ferrari-Star Sebastian Vettel (Heppenheim/96) an.

Noch dazu ist der 2013 wiedereröffnete, renovierte Kurs in der Steiermark eine von Rosbergs Lieblingsstrecken im Kalender. 2014 und auch im Vorjahr war der Mercedes-Pilot auf der Motorenstrecke mit ihren vielen Geraden nicht zu schlagen.

"Ich fühle mich im Auto pudelwohl. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was wir damit in Spielberg erneut leisten können", sagte Rosberg und schob angriffslustig hinterher: "Es ist immer etwas Besonderes, wenn man in zwei Rennen auf einer Strecke zweimal gewonnen hat. Aber es wäre natürlich noch besser, wenn ich daraus drei Siege in drei Rennen machen könnte."

An Popularität hat Rosberg ohnehin schon gewonnen in der bislang erfolgreichsten Saison seiner Karriere. "Es macht schon einen Unterschied, wenn man gewinnt. Unglaublich, wie viele Leute mir geschrieben und Fotos oder Videos geschickt haben." Ein Vertrag war wohl wirklich noch nicht dabei.

(seeg/sid)
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