Großer Preis von Monaco: Nur Nieten für Mercedes im Spielerparadies
zuletzt aktualisiert: 31.05.2011 - 19:18Monte Carlo (RPO). Mercedes hat im Spielerparadies Monaco nur Nieten gezogen: Michael Schumacher verpatzte den Start und blieb später - diesmal unfreiwillig - in der Rascasse-Kurve stehen, wo er vor fünf Jahren für einen Skandal gesorgt hatte. Teamkollege Nico Rosberg brachte einen Tag nach seinem heftigen Trainingsunfall eine Kollision mit Felipe Massa um alle Chancen bei seinem Heimspiel. "Das war insgesamt ein Wochenende zum Vergessen", sagte Rosberg vor seiner kürzesten Heimreise des Jahres.
"Das Auto ist beim Start in einen Sicherheitsmodus gegangen, ich weiß nicht, warum", meinte Schumacher, der so schon auf den ersten Metern nicht nur von Rosberg überholt wurde, sondern von Startplatz fünf bis auf Rang zehn durchgereicht wurde. Möglicherweise sei man in der Vorbereitung mit den Einstellungen des Autos zu aggressiv gewesen, meinte der Rekordweltmeister, der in Monaco schon fünfmal gewonnen hatte.
Frontflügel beschädigt
Durch den schwachen Start geriet Schumacher gleich in eine Kollision mit McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, in der sein Frontflügel beschädigt wurde. Dennoch schaffte Schumacher es, sich wieder an Hamilton vorbeizuschieben und ihn danach einige Runden hinter sich zu halten. "Ich hatte da ein Techtelmechtel mit Hamilton, zum Schluss war dann nichts mehr auf den Reifen, so dass ich früh in die Box musste. Das war nicht geplant", meinte Schumacher.
Zu allem Überfluss gab es dann noch ein Feuer in der Airbox seines Silberpfeils, die sein Rennen vorzeitig beendete. Der 42-Jährige strandete ausgerechnet wieder in der Rascasse-Kurve, wo er 2006 im Qualifying seinen damaligen Ferrari nach Meinung der Rennkommissare absichtlich "geparkt" hatte, was ihm seinerzeit eine Strafversetzung ans Ende der Startaufstellung eingebracht hatte. Diesmal schoben ihn Streckenposten die letzten paar Meter in die Boxengasse, wo er enttäuscht ausstieg.
Auch Rosberg, der am Ende als Elfter die Punkteränge verpasste und zweimal überrundet worden war, war restlos bedient. Nachdem er schon am Samstag nach einem Unfall im freien Training nur dank eines riesigen Kraftaktes seiner Mechaniker überhaupt am Qualifying hatte teilnehmen können, wurde er im Rennen schnell wegen zu starken Reifenabbaus nach hinten durchgereicht, zudem warf ihn eine Kollision mit dem Ferrari von Felipe Massa zusätzlich zurück.
"Keine tolle Leistung gezeigt"
"Es kam heute sehr viel zusammen, da involviere ich mich auch selbst", meinte Rosberg durchaus mit Selbstkritik. "Ich habe sicher keine tolle Leistung gezeigt und einen schlechten Tag gehabt", sagte der 25-Jährige, der seinen Blick gleich auf das nächste Rennen am 12. Juni in Montreal richtete. "Ich denke, es werden auch wieder bessere Tage kommen. Wenn wir gut arbeiten, werden wir da hinkommen, wo wir sein wollen."
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