| 15.23 Uhr

Nach Vettels Reifenplatzer
Pirelli weist jede Schuld von sich

Porträt: Vettel – der viermalige Formel-1-Weltmeister
Porträt: Vettel – der viermalige Formel-1-Weltmeister FOTO: dpa, pst jai nic
Monza. Im Streit zwischen Ferrari-Star Sebastian Vettelund Pirelli nach dem spektakulären Reifenplatzer des viermaligen Formel-1-Weltmeisters beim letzten Rennen in Spa hat der Reifenhersteller jegliche Schuld von sich gewiesen.

"Es gab keine strukturellen Probleme in Spa", verkündeten die Italiener im Vorfeld des Großen Preises von Italien am Sonntag (14.00 Uhr/Live-Ticker) in Monza.

Pirelli verzichtete beim Heimspiel auf eine Pressekonferenz und gab ebenso wie der Weltverband FIA nur ein schriftliches Statement heraus. Darin hieß es, dass vor allem die dreckige Strecke und die vielen Trümmerteile für die letztlich zahlreich festgestellten Schäden an den Reifen verantwortlich gewesen seien.

Bei Vettel hätten die Kombination aus den außergewöhnlich vielen Runden und den Trümmerteilen letztlich für den Platzer des Reifens gesorgt. Die Lauffläche von Vettels Reifen hätte zum Zeitpunkt des Schadens nur noch 30 Prozent ihrer Dicke gehabt und wäre damit besonders anfällig für Schäden auch durch kleine Trümmerteile gewesen.

Vettel hatte sich beim Großen Preis von Belgien an einer Ein-Stopp-Strategie versucht, Pirelli hatte zuvor zwei oder drei Stopps empfohlen. In der vorletzten Runde platzte der rechte Hinterreifen an Vettels Ferrari, der auf diesem Satz 28 Runden absolviert hatte. "Die Ansage von Pirelli war, dass der Reifen 40 Runden lang hält, und wir hatten, glaube ich, knapp 30 drauf", hatte Vettel in Belgien gesagt: "Die Qualität der Reifen ist miserabel, das geht jetzt schon seit Jahren so, das kann nicht sein."

(sid)
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