Rennfahrer wünscht sich mehr Respekt vor Privatsphäre: Ralf Schumacher genervt
zuletzt aktualisiert: 11.12.2002 - 14:30München/Salzburg (rpo). Nach den Schlagzeilen um eine Verkehrskontrolle hat sich Ralf Schumacher über den Verlust seiner Privatsphäre in Österreich beklagt.
"Langsam nervt die Situation, dass in Österreich viele am Namen Schumacher partizipieren wollen. Ich würde mir wünschen, dass meine Privatsphäre mehr respektiert wird", erklärte der Formel-1-Pilot aus Kerpen, der seit dem Vorjahr im österreichischen Hallwang im Salzburger Land lebt, auf seiner Homepage. Er hoffe auf Einsicht und Verständnis, "andernfalls müsste ich mir Konsequenzen überlegen, auch wenn ich mich in Österreich prinzipiell sehr, sehr wohl fühle", so Schumacher.
Der 27-Jährige war am vergangenen Freitag auf dem Weg zur BMW- Weihnachtsfeier in Kitzbühel in eine Verkehrskontrolle geraten. Medienberichte vom angeblichen Führerscheinentzug bezeichnete der Kerpener als "ein wenig abenteuerlich". Ihm sei der Führerschein nicht abgenommen worden, sagte Schumacher. "Was mich aber noch mehr ärgert, ist die Tatsache, dass die Geschichte über die Verkehrskontrolle offensichtlich von den Behörden an die Medien weitergegeben wurde - und das finde ich nicht okay!"
Nach den dienstlichen Terminen in dieser Woche mit Testfahrten im spanischen Jerez setzt sich der Rennfahrer am Wochenende für Flutopfer ein. Schumacher veranstaltet am Sonntag zusammen mit Freunden einen Benefiz-Abend. Bei der Veranstaltung werden Spenden für eine Familie gesammelt, die ihren Vater bei der Flutkatastrophe im Sommer verloren hat.
Unterdessen hat Schumachers oberster Chef die hochgesteckten Ziele der Münchner in der "Königsklasse" des Motorsports unterstrichen. Man habe sich vorgenommen, innerhalb der kommenden zwei Jahre Weltmeister zu werden, erklärte BMW-Vorstandsvorsitzender Helmut Panke der Fachzeitschrift "auto, motor und sport". Bis 2004 läuft der aktuelle Vertrag mit Partner Williams. "Wir sind in Gesprächen, ob und wie es nach 2004 weitergehen soll. Aus Gründen der Fairness sollten wir das bis zum Frühsommer entschieden haben", sagte Panke.
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