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Formel 1: Renault sieht Schumacher als größten Konkurrenten

zuletzt aktualisiert: 31.01.2006 - 16:35

Monte Carlo (rpo). Renault geht als amtierender Champion in die Formel 1-Saison 2006 - eine neue Situation für die Franzosen. Und so schaute Flavio Briatore mit glänzenden Augen auf die kleine schwarze Eins auf dem Auto und Weltmeister Fernando Alonso versprühte Kampfgeist und Zuversicht: die beiden 2005 gewonnenen Formel-1-Titel will Renault am liebsten nie wieder hergeben.

Renault stelle in Monte Carlo sein Team für die Saieon 2006 vor.  Foto: AFP, AFP
Renault stelle in Monte Carlo sein Team für die Saieon 2006 vor. Foto: AFP, AFP

"Für mich hat sich durch den WM-Titel nichts geändert. Ich will um Titel kämpfen und Rennen gewinnen. Auch wenn ich mal 50 bin, wird das immer noch so sein", sagte der 24 Jahre alte Alonso. Der Spanier wechselt 2007 zum Konkurrenten McLaren-Mercedes, geht aber dennoch hochmotiviert in seine letzte Saison bei Renault. Er habe sich "nicht gegen Renault, sondern für McLaren-Mercedes entschieden", weil er dort die besseren Zukunftsaussichten sehe.

Für 2006 sieht Alonso auch als jüngster Weltmeister aller Zeiten den von ihm entthronten Rekordchampion Michael Schumacher "als Maß aller Dinge: Michael ist die Referenz für uns alle. Wenn Ferrari so gut ist, wie es scheint, dann ist Michael der Favorit."

Bereits bevor der neue R26 um 14.23 Uhr im Forum Grimaldi von Monte Carlo vor rund 600 Journalisten und gelandenen Gästen enthüllt wurde, gab der neue Renault-Chef Carlos Ghosn ein klares Bekenntnis zur Formel 1 ab. "Es gibt kein großes Fragezeichen hinter unserer Zukunft. So lange wir eine gute Show bieten, Rennen gewinnen und sich unser Engagement auszahlt, werden wir bleiben", sagte er in einer Videobotschaft. Es gebe zwar einige Unsicherheiten über die Rahmenbedingungen der Formel 1 ab 2008, aber für alle Hersteller, meinte Ghosn: "Ich bin aber zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung finden."

Spekulationen um Ausstieg zurückgewiesen

Teamchef Briatore, der 2005 mit Alonso und Renault seine WM-Erfolge mit Michael Schumacher und Benetton in den neunziger Jahren wiederholte, wies in französischen Medien aufgekommene Spekulationen über einen angeblich bevorstehenden Renault-Ausstieg aus der Königsklasse ebenfalls entschieden zurück. "Renault wird unter bestimmten Voraussetzungen in der Formel 1 bleiben, das sind die gleichen Voraussetzungen, die auch Toyota, Mercedes, BMW und Honda haben wollen. Das hat auch jeder außer der französischen Presse verstanden", sagte der Italiener, der mit einem blauen Sakko mit weißen Streifen gewohnt extravagant auftrat.

Der Doppel-Erfolg von 2005, der für Sportchef Patrick Faure kein Wunder, sondern das Resultat harter Arbeit war, hat natürlich die Ansprüche für 2006 hochgeschraubt. "Wenn man Erster ist, dann will man das auch bleiben", sagte Faure: "Wir wollen wieder um beide Titel kämpfen. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es auch wieder schaffen können."

Die Feuertaufe hatte der neue Wagen lange vor der Präsentation überstanden. Am 10. Januar hatte Alonsos Teamkollege Giancarlo Fisichella in Jerez die Jungfernfahrt absolviert, seitdem haben die beiden Stammpiloten insgesamt 2731 Testkilometer abgespult. "Das ist unser neues Spielzeug. Mit dem V8-Motor sind wir zwar ein bisschen langsamer, aber das ist für alle gleich. Wir sind sehr zufrieden", meinte Alonso. Fisichella sprach von seinem "Baby" und sagte: "Wir haben ein fantastisches Paket." Am Mittwoch soll der neue Testpilot Heikki Kovalainen aus Finnland in Valencia die ersten Meter im 2006er-Modell fahren.

Der R26 ist seinem erfolgreichen Vorgänger R25 sehr ähnlich, wirkt durch die Regeländerungen des Automobil-Weltverbandes FIA aber durch eine flache Front und schmalere Seitenkästen ein wenig zierlicher. Im Heck hat der Renault gemäß der neuen Regeln einen rund 730 PS starken Achtzylinder mit nur noch 2,4 Liter Hubraum statt der bisherigen 3 Liter der alten V10-Triebwerke. Auffällig ist zudem der sehr geschwungene Frontflügel.

Quelle: sidbackup

 
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