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Michael Schumacher Panorama Hockenheimring ap 2010
  Foto: AP, AP
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Pleiten, Pech und Pannen: Schumacher legt Fokus auf 2011

zuletzt aktualisiert: 29.07.2010 - 16:22

Budapest (RPO). Nicht einmal bei der Pressekonferenz macht die Technik derzeit, was Michael Schumacher will. Auf dem Podium vor dem Großen Preis von Ungarn am Wochenende in Budapest drückte der Rekordweltmeister mehrfach vergeblich den Schaltknopf, um gehört zu werden. Doch erst, als Mercedes-Sportchef Norbert Haug beherzt eingriff, war Schumachers Leitung frei.

"Wenn Norbert anfasst, klappt das auch", meinte Schumacher und ergänzte schmunzelnd: "Vielleicht sollte er mal mein Auto anfassen, dann würde auch das mal funktionieren."

Seinen Humor hat der siebenmalige Weltmeister also nicht verloren. Dabei erlebt der 41-Jährige bisher die frustrierendste Phase seines ohnehin so enttäuschenden ersten Jahres nach dem Sensations-Comeback. Ausgerechnet beim Heimrennen auf dem Hockenheimring am Sonntag war er überrundet worden. Eigentlich eine Demütigung, zumal der Kerpener anschließend auch noch vom "bestmöglichen Ergebnis" sprach. Der junge Teamkollege Nico Rosberg fährt weiterhin erfolgreicher als er. Und das Rennen in Budapest kann für Schumacher nicht mehr sein als ein Testlauf unter Wettbewerbs-Bedingungen.

"In dieser Situation gibt es nur eine Richtlinie: Weiter hart arbeiten", meint Schumacher und versichert: "Wir werden nicht nervös. Wir müssen einfach versuchen, das Auto besser zu verstehen. Dafür müssen wir ruhig bleiben, alle Details genau anschauen und alles genauestens analysieren."

2010 als Lehrjahr abgehakt

Warum Schumacher zumindest nach außen so gelassen bleibt, ist offensichtlich. Diese Saison hat er als Lehrjahr akzeptiert. Den Titel 2010 hatte er schon vor Wochen abgehakt, den 2011 aber ganz forsch wieder als Ziel ausgegeben.

Ergebnisse, Zeiten und Punkte sind in dieser Saison nun zweitrangig. Dafür hamstert Schumacher besessen wie in alten Zeiten Werte und Daten. Schon jetzt arbeitet er am Projekt "WM-Titel 2011", es geht um Erkenntnisse für den Bau des neuen Autos. Eine Strategie, mit der sein Teamchef Ross Brawn schon 2009 die im Jahr zuvor bis zum Schluss um die WM-Krone kämpfende Konkurrenz überrumpelte.

Für die Formel-1-Szene ist Schumacher so oder so ein Gewinn. Die TV-Quoten steigen, RTL verbucht im Schnitt über eine Million Zuschauer mehr als im Vorjahr. Und auch der Kartenverkauf legt vielerorts zu. In Budapest derzeit um knapp zehn Prozent im Gegensatz zu 2009. "Dafür müssen wir uns bei Michael Schumacher bedanken", erklärt Hungaroring-Vizepräsident Tamas Frank.

Dem Publikumsliebling zu Ehren haben sie sogar einen Zuschauerrang in "Michael-Schumacher-Tribüne" umbenannt. "Eine tolle Idee", findet Schumacher. Besichtigt hat er "seine" Tribüne noch nicht, "aber ich werde an diesem Wochenende ja öfter mal vorbeifahren". Hoffentlich nicht wieder mit einer Runde Rückstand auf die Konkurrenz.

Quelle: SID/bto

 
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