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"Kämpfen so hart wir können"
Vettel glaubt weiter an fünften WM-Titel

Pressestimmen: "Schnarch-Start versaut Nico Rosberg den Sieg "
Pressestimmen: "Schnarch-Start versaut Nico Rosberg den Sieg " FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO
Suzuka. Sebastian Vettel hat wohl nur noch theoretische Chancen auf seinen fünften WM-Titel. Trotzdem war der Ferrari-Star nach Platz drei in Japan zufrieden.

Sebastian Vettel hatte großen Spaß, als er Sieger Lewis Hamilton mitten im Interview auf dem Podest den Champagner erst über den Kopf und dann in den Rennanzug kippte. Trotz seines dritten Platzes in Japan und der neuerlichen bitteren Niederlage gegen die dominanten Silberpfeile war der Ferrari-Star überraschend gut gelaunt - seinen Traum vom fünften Formel-1-Titel hat Vettel noch längst nicht aufgegeben.

"Es ist nicht vorbei, bis es wirklich vorbei ist. Was für ein Rennfahrer wäre ich denn, wenn ich nicht mehr daran glauben würde?", sagte der 28-Jährige aus Heppenheim: "Es ist nicht leicht, das noch rumzureißen, wenn man hinten liegt, aber man muss immer daran glauben. Wir kämpfen so hart wir können."

Fünf Rennen vor dem Saisonende liegt Vettel mit 218 Punkten auf dem dritten Rang, der Rückstand auf den britischen Spitzenreiter Hamilton (277) ist auf 59 Zähler gewachsen. Platz zwei behält Hamiltons Mercedes-Stallrivale Nico Rosberg (229), dem Vettel allerdings weiter dicht im Nacken sitzt. "Wir werden in den verbleibenden Rennen alles versuchen, um sie einzuholen und vor allem uns selbst zu verbessern", sagte Vettel.

Zwar sprach der Hesse im Ziel von "einem super Tag für uns", ein wenig ärgerte er sich aber doch, dass es auf seiner Lieblingsstrecke nicht für den zweiten Platz gereicht hatte. Ein Wimpernschlag fehlte nach dem zweiten Boxenstopp, als Rosberg an seinem deutschen Kontrahenten vorbeiziehen konnte. "Wir waren überrascht, dass er das in dieser Situation geschafft hat", gab Vettel zu, meinte aber auch: "Wir haben alles richtig gemacht und das Maximum herausgeholt." Zuvor hatte sich Vettel durch einen starken Start auf Rang zwei nach vorne geschoben.

Viele hatten gehofft, dass die Scuderia den Silberpfeilen das Leben in Suzuka ähnlich schwer machen kann wie vor einer Woche, als Vettel in Singapur mit großem Vorsprung triumphierte und so zwischenzeitlich für neue Spannung im Titelkampf sorgte. Doch gegen Hamilton ("Er war einfach ein bisschen zu schnell") fanden Vettel und sein letztlich viertplatzierter Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) am Sonntag kein Mittel.

"Wir bewegen uns in die richtige Richtung", sagte Vettel trotzdem und verwies auf die jüngsten Erfolge des Rennstalls. Immerhin holte er in seiner Premierensaison für die Italiener bereits drei Siege, in Suzuka stand er ganz nebenbei das siebte Jahr in Folge auf dem Podest. Ferrari sei "besser, als viele es von uns erwartet hatten", meinte Vettel nicht ohne Stolz.

Aufgabe der Scuderia müsse es in den kommenden Wochen sein, nicht zu sehr auf die Konkurrenz zu schauen. "Wir müssen unser Ding machen, alles andere ist nicht in unseren, sondern in deren Händen", sagte Vettel: "Wenn Chancen da sind, werden wir sie nutzen."

(sid)
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