Formel 1: Sebastian Vettel: "Sehr wütend"
zuletzt aktualisiert: 01.08.2010 - 16:46Budapest (RPO). Sebastian Vettel hat durch einen kleinen Regelverstoß den möglichen Sieg beim Großen Preis von Ungarn verschenkt und musste sich stattdessen hinter Red-Bull-Teamkollege Mark Webber und Ferrari-Pilot Fernando Alonso mit Platz drei begnügen. Weil er beim Neustart nach einer Safety-Car-Phase zuviel Abstand zum vor ihm fahrenden Webber gelassen hatte, erhielt er eine Durchfahrtstrafe, die ihn auf Rang drei zurückwarf.
Sie haben in Budapest schon zum sechsten Mal nicht von der Pole gewonnen. Wie groß ist die Enttäuschung?
Sebastian Vettel: "Sehr groß. Wir waren die Schnellsten und hatten das beste Paket. Wir hätten hier gewinnen müssen, aber aus verschiedenen Gründen hat das nicht geklappt."
Sie waren sehr wütend über Ihre Durchfahrtsstrafe wegen des zu großen Abstands nach der Safety-Car-Phase. Wieso?
Vettel: "Ich habe während des Rennens nicht verstanden, was passiert ist. Man hat mir erklärt, warum ich die Strafe bekommen habe. Ich bin immer noch nicht damit einverstanden, aber ich kann es nicht ändern. Ich habe zwischenzeitlich den Funk verloren und dachte, wir hätten noch eine Runde. Als dann die Kurve kam, habe ich gesehen, dass das Safety Car abbiegt. Da wollte ich nochmal ranfahren, aber da war es schon zu spät. Von daher habe ich den Neustart verpennt. Aber ich habe mir nichts Böses dabei gedacht."
Dennoch war es ein Regelverstoß...
Vettel: "Ja, aber wir haben einen sehr hohen Preis dafür gezahlt. Im letzten Rennen gab es auch etwas, was gegen die Regeln verstößt, und es nichts passiert."
Sie sprechen die offensichtliche Teamorder von Ferrari an. Ist der Ärger umso größer, weil Sie bis zur Safety-Car-Phase einem ungefährdeten Sieg entgegenzufahren schienen?
Vettel: "Ja. Ich hatte einen sehr guten Start und einen sehr guten ersten Teil. Wenn alles normal gelaufen wäre, hätten wir nichts zu befürchten gehabt. Das hätte sehr entspannend werden können, ein Spaziergang."
Am Ende wurden Sie sogar nur Dritter hinter Ihrem Teamkollegen Mark Webber und Fernando Alonso. Wieso haben Sie den Spanier nicht mehr überholen können?
Vettel: "Ich war sehr wütend und habe ein bisschen den Rhythmus verloren. Fernando war auf den Geraden einfach schneller, deshalb war es unmöglich, ihn zu überholen. Ich habe auf meine Chance gewartet, aber sie kam nicht. Doch wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken."
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