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Freies Training in Österreich
Vettels Ferrari wird abgeschleppt – Rosberg fährt Bestzeit

Fotos: Großer Preis von Österreich: Freies Training
Fotos: Großer Preis von Österreich: Freies Training FOTO: dpa, hkt mr
Spielberg. Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) hat einen denkbar schlechten Start in den Großen Preis von Österreich erwischt, Nico Rosberg (Wiesbaden) entschied derweil das erste Mercedes-Duell mit Weltmeister Lewis Hamilton (England) für sich.

Vettel hatte seinen Ferrari bereits zu Beginn des ersten freien Trainings in Spielberg unfreiwillig abstellen müssen, offenbar bereitete das Getriebe Probleme. "Ich habe den Vortrieb verloren, ich bin im vierten Gang", funkte der Heppenheimer an seine Box.

Vettel stieg im Auslauf der ersten Kurve aus seinem Ferrari, der anschließend abgeschleppt wurde. Der 27-Jährige ging nach zuvor vier absolvierten Runden zu Fuß zurück zu seinen Ingenieuren in die Box der Scuderia. Wie schwerwiegend die Probleme sind, war zunächst nicht klar, Vettel ging in der ersten Session nicht mehr auf die Strecke. Seine nicht aussagekräftige Zeit (1:15,684) reichte lediglich für den letzten Platz.

Die Brillenmode von Vettel, Alonso und Co. FOTO: afp, GB/DD

Rosberg setzte in 1:10,401 Minuten derweil die erste Bestzeit in der Steiermark, der Vizeweltmeister war damit rund drei Zehntel schneller als WM-Spitzenreiter Hamilton (1:10,709). Dass Ferrari am Wochenende wieder zumindest die zweite Kraft sein dürfte, deutete Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland/1:11,028) mit der drittbesten Zeit an. Die Scuderia hofft im Qualifying am Samstag (14.00 Uhr/RTL und Sky) allerdings darauf, Mercedes die Pole Position streitig zu machen, Regenschauer könnten dabei helfen.

Nico Hülkenberg (Emmerich/1:12,031), der am vergangenen Sonntag mit Porsche überraschend die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hatte, musste sich im Force India wieder mit weniger begnügen. Der 27-Jährige landete zum Auftakt auf dem 13. Platz.

Alonso und Red Bull strafversetzt

McLaren-Pilot Fernando Alonso und das Red-Bull-Duo Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat müssen beim Großen Preis von Österreich weiter hinten starten. In allen drei Autos muss an diesem Wochenende in Spielberg ein fünfter Motor eingesetzt werden.

Der Technische Delegierte des Internationalen Automobilverbandes FIA teilte am Freitag mit, dass Ricciardo und Alonso jeweils die fünfte Einheit verwenden. Laut Reglement stehen jedem Piloten vier Antriebseinheiten pro Saison zur Verfügung. Wird ein weiterer Turbo-Sechszylinder benötigt, hat dies automatisch eine Strafversetzung um zehn Plätze zur Folge. Alonso muss sogar 20 Plätze zurück, weil mehrere Teile der Antriebseinheit getauscht werden.

Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko hatte der österreichischen Nachrichtenagentur APA schon zuvor bestätigt, dass an beiden Rennwagen des Teams der Motor gewechselt werde. Der Australier Ricciardo trat bereits im ersten freien Training auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs mit dem neuen Renault-Sechszylinder an. Der Russe Kwjat fährt laut Marko am Samstag mit dem fünften Triebwerk.

"Uns bleibt nichts anderes übrig, zumindest bei Kwjat", sagte Marko.
Die Analyse habe ergeben, dass der Renault-Antrieb voraussichtlich nicht das gesamte Rennwochenende halten würde. Bei Ricciardo wird der Motor aus taktischen Gründen gewechselt, da sich Red Bull auf der hauseigenen Strecke wegen des PS-Nachteils gegenüber der Konkurrenz keine Chancen ausrechnet.

(dpa)
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