kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Formel 1: Taucht Alonso bei Renault auf?

VON ECKHARD CZEKALLA - zuletzt aktualisiert: 12.10.2007 - 17:47

Düsseldorf (RPO). Es ist kein Geheimnis, dass sich der Spanier Fernando Alonso bei McLaren-Mercedes nicht wohl fühlt. Wenn die Konditionen stimmen, dürfte der zweimalige Formel-1-Champion zu dem Team zurückkehren, in dem er seine größten Erfolge feierte.

Fernando Alonso - wohin führt sein Weg?  Foto: AFP, AFP
Fernando Alonso - wohin führt sein Weg? Foto: AFP, AFP

David Coulthard, ein Schotte, geizt nicht mit Lob. „Wenn ihm das Team so viel Kopfzerbrechen bereitet, finde ich es unglaublich, dass er trotzdem eine so starke Leistung zeigt“, sagt der mit 36 Jahren älteste der 22 aktuellen Formel-1-Fahrer. Fernando Alonso, der sich seine Zeit bei McLaren-Mercedes anders vorgestellt hatte, zeige auf der einen Seite eine emotionale Verwundbarkeit, auf der anderen Seite aber auch eine enorme Charakterstärke.

Zweifel am Spanier waren Ende 2005 aufgetaucht, als der Renault-Pilot am 19. Dezember ankündigte, ab 2007 für McLaren-Mercedes zu fahren - was ihn aber nicht daran hinderte, ein zweites Mal für den französischen Autobauer den WM-Titel zu gewinnen und sich als Champion zu verabschieden. Von der Euphorie und Freude ist nach fast zwei Jahren wenig geblieben.

Seit gut einem Monat nutzt der Spanier jede Gelegenheit, sich über mangelnden Respekt, Gefühlskälte und Lügen auszulassen und McLaren-Chef Ron Dennis anzugreifen. Die Spannungen im Team haben nun dazu geführt, dass der Automobil-Weltverband (FIA) beim Saisonfinale in Sao Paulo einen speziellen Beobachter abstellen will. Der soll sicherstellen, dass Alonso die gleichen Bedingungen hat wie Lewis Hamilton.

Der von Ron Dennis geförderte Formel-1-Neuling, im Fahrerlager als „Papas Liebling“ bezeichnet, führt mit 107 Punkten vor Alonso (103) und Ferarri-Fahrer Kimi Räikkönen (100). Angeblich hat Titelverteidiger Alonso bereits eine Absichtserklärung unterschrieben, künftig wieder für Renault zu fahren. Die spanische Zeitung „AS“ will herausgefunden haben, dass Konzern-Chef Carlos Ghosn die Rückhol-Aktion in Auftrag gegeben hat und Hauptsponsor ING sich mit sieben Millionen Euro am Jahresgehalt des Spaniers von geschätzt 22 Millionen beteiligen wird.

Der Knackpunkt der Gespräche war die Vertragsdauer. Ghosn forderte einen Kontrakt über drei Jahre. Er wollte verhindern, dass Alonso nur ein Jahr bei Renault „parkt“ und dann zu Ferrari wechselt, wo der Platz von Felipe Massa (Brasilien) dann wohl frei wird. Ob die Italiener ihm allerdings den Status des Nummer-1-Fahrers garantieren, so wie sie es ein Jahrzehnt lang bei Michael Schumacher getan haben, ist ungewiss.

Spekuliert wird auch heftig über den möglichen Teamkollegen von Alonso bei Renault. Top-Kandidat ist Heikki Kovalainen. Der Finne hat, nach Anfangsschwierigkeiten, seine Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Hoffnungen, vom Test- zum Stammfahrer aufzusteigen, macht sich der Brasilianer Nelson Piquet Junior. Beim Poker mit am Tisch saß offenbar auch Toyota. Angeblich haben die Japaner bis zu 35 Millionen Euro pro Saison geboten. Allerdings hat es Toyota seit dem Formel-1-Einstieg im Jahr 2002 nicht geschafft, ein siegfähiges Auto zu bauen.

Williams, das mit den gleichen Motoren unterwegs ist, hat dem Lieferanten die Schau gestohlen. Und Ralf Schumacher, der in Sao Paulo sein letztes Rennen für Toyota bestreitet und noch einen neuen Arbeitsplatz sucht, ist skeptisch, dass sich so schnell etwas ändern könnte. „Ich sehe diesbezüglich keine Anzeichen. Aber vielleicht liege ich falsch“, sagte der 32-Jährige. Der in Salzburg lebende Kerpener kann sich einen Wechsel zum Team India (bisher Spyker) vorstellen, und er hätte auch Gefallen daran, beim Aufbau eines Teams mitzuhelfen.

Vijay Mallya, ein schwerreicher Inder und seit wenigen Wochen Mitbesitzer des Rennstalls, kennt Schumacher aus seiner Zeit als Sponsor bei Toyota. „Ich schätze Ralf sehr. Aber eine Fahrerpaarung sollte man nicht nach dem Herzen, sondern mit dem Kopf entscheiden“, sagte Mallya. Begeisterung hört sich anders an.


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Hertha-Quartett legt Einspruch ein

Drohende Sperren durch den DFB

Hertha-Quartett legt Einspruch ein

Dem Hertha-Profi Lewan Kobiaschwili droht nach dem Relegations-Skandalspiel die Rekordsperre von einem Jahr. Dann wäre die Karriere des 34 ... mehr 

Vorhang soll Bengalos unterbinden

"Mobiler temporärer Ausschluss"

Vorhang soll Bengalos unterbinden

Es wurde schon viel über das Thema Bengalos in Fußballstadien diskutiert – nun bekommt es noch mehr Zündstoff. Der Kölner Polizei-Oberrat Vo ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Sascha Rösler wechselt zu Alemannia Aachen

Eigentlich wollte Sascha Rösler seine Karriere im Sommer beenden. Jetzt entschied er sich aber noch einmal um. Der Stürmer wechselt für eine ... mehr 

Auf einen Blick
Bilderserien Formel 1
Großer Preis von Monaco: Pressestimmen
Großer Preis von Monaco: Pressestimmen
Wir haben den Medienwald durchforstet. mehr 
 
Großer Preis von Monaco: Pressestimmen
Großer Preis von Monaco: Pressestimmen
Wir haben den Medienwald durchforstet.
mehr 
GP von Monaco 2012: Webber feiert im Pool
GP von Monaco 2012: Webber feiert im Pool
Mark Webber feierte den Grand-Prix-Sieg in ..
mehr 
GP von Monaco 2012: Einzelkritik
GP von Monaco 2012: Einzelkritik
Wir haben die deutschen Formel-1-Piloten unter die Lupe genommen.
mehr 
GP von Monaco 2012: Kobayashi hebt nach Start ab
GP von Monaco 2012: Kobayashi hebt nach Start ab
Kamui Kobayashi ist beim Formel-1-Rennen in Monaco abgehoben.
mehr 
GP von Monaco 2012: Schumi empfängt Nationalteam
GP von Monaco 2012: Schumi empfängt Nationalteam
Michael Schumacher hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Mona ..
mehr 
GP von Monaco 2012: Hamilton und Scherzinger reisen per Yacht an
GP von Monaco 2012: Hamilton und Scherzinger reisen per Yacht an
Lewis Hamilton und Nicole Scherzinger sind per ..
mehr 
GP von Monaco 2012: Schumacher feiert erste Pole seit Comeback
GP von Monaco 2012: Schumacher feiert erste Pole seit Comeback
Michael Schumacher hat in Monte Carlo seine ..
mehr 
Großer Preis von Monaco 2012
Großer Preis von Monaco 2012
Sehen Sie die schönsten Bilder des Rennwochenendes in Monte Carlo.
mehr 
 
MEHR

So verspielte McLaren den Titel

Alonsos dreckige Abrechnung

Am Ende war es Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, der sich die WM-Krone aufsetzte. Nach dem Verlust des bereits sicher geglaubten WM-Titels rechnet jetzt Ex-Weltmeister Fernando Alonso mit den "Silberpfeilen" ab. mehr

 

Kimi Räikkönen

Weltmeister on the Rocks

 

Räikkönens Sensations-Triumph

Schumacher adelt seinen Erben

 

Pressestimmen zur Formel 1

"Delirium Ferrari"

 

McLaren erwägt dennoch Protest

Räikkönen endgültig Weltmeister

 

Sport-Pressestimmen

Pressestimmen Europa Deutschland

Ob Fußball, Formel 1, Boxen, Olympia oder alle anderen wichtigen Sport-Ereignisse: Wir sammeln Zitate, Zeilen und Meinungen.

Alle Infos zur Formel 1