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Formel 1: Veränderung der Bodenfreiheit ist nicht erlaubt

zuletzt aktualisiert: 07.04.2010 - 19:31

Neuss (RPO). Der Automobil-Weltverband FIA hat in einem Brief an die zwölf Formel-1-Teams klargestellt, dass jedes System zur Veränderung des Setups zwischen Qualifying und Start des Rennens nicht dem Geist des Reglements entspricht. Die FIA reagierte damit auf Vorwürfe von McLaren-Chef Martin Whitmarsh unter anderem gegen das Red-Bull-Team um Sebastian Vettel.

Whitmarsh hatte vermutet, dass die "Bullen" im Qualifying, wo Vettel in Bahrain und Australien sowie Mark Webber in Malaysia die Pole Position geholt hatten, mit einer so geringen Bodenfreiheit fahren, mit der die Autos eigentlich mit vollem Tank zu Beginn des Rennens nicht fahrbar wären.

Den daraus resultierenden Vorwurf, Red Bull würde zwischen Qualifying und Rennen möglicherweise mit einem Gas in den Stoßdämpfern die Bodenfreiheit anpassen, hatte Vettels Teamchef Christian Horner allerdings mehrfach zurückgewiesen. Die Red-Bull-Autos waren bei jedem der drei bisherigen Rennen von den technischen Kommissaren der FIA abgenommen worden.

"Jedes System, Vorrichtung oder Verfahren, dessen Ziel oder dem Effekt es ist, die Abstimmung der Radaufhängung während der Parc-ferme-Bedingungen zu verändern, gelten als Verletzung des Artikels 34.5 des sportlichen Reglements", erklärte jetzt ein FIA-Sprecher. Nach diesem Artikel müsste ein Fahrer nach einer Abstimmungsänderung aus der Boxengasse starten.

In dem Brief an die Teams hieß es zudem, dass die FIA jede Art sich verstellender Stoßdämpfer als vermutlichen Bruch des Artikels 3.15 des technsichen Reglements einstuft. Dieser Artikel regelt die Aerodynamik des Autos, die sich durch eine verstellbare Bodenfreiheit verändern würde. Aktive Fahrwerke, einst von Lotus erfunden und von Williams mit Erfolg genutzt, sind in der Formel 1 seit 1993 verboten.

Mercedes-Teamchef Ross Brawn hatte zuletzt in Malaysia von der FIA eine Präzisierung des Reglements gefordert. Whitmarsh hatte angekündigt, dass McLaren ein System zur Regelung der Bodenfreiheit, wenn es von der FIA genehmigt würde, möglichst schnell selbst entwickeln wolle.

Quelle: SID/chk

 
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