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Sebastian Vettel streichelt Auto Brasilien 2011 afp
  Foto: afp
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Formel 1 in Brasilien: Vettel jetzt auch Pole-Weltmeister

zuletzt aktualisiert: 26.11.2011 - 18:46

Interlagos (RPO). Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat sich beim Saisonfinale in Sao Paulo seine 15. Pole Position in diesem Jahr gesichert und damit den Rekord von Nigel Mansell übertroffen. Der Brite hatte 1992 insgesamt 14-mal bei einem Rennen auf dem ersten Startplatz gestanden.

Sebastian Vettel platzte fast vor Stolz und zeigte mit den Fingern die neue magische Zahl: 15! Mit einer wieder einmal beeindruckenden Runde hat sich der Formel-1-Weltmeister am Samstag in Sao Paulo zum Pole-König gekrönt und mit der 15. Pole Position in einer Saison möglicherweise eine Marke für die Ewigkeit gesetzt.

"Das war ein ganz besonderes Qualifying, anders als die anderen. Die Zahl 15 stellt etwas ganz besonderes dar, ich bin extrem stolz", sagte Vettel: "Ich habe den Meister geschnappt: Nigel Mansell. So etwas kann man sich am Anfang einer Saison nicht zum Ziel setzen. Das passiert einfach."

Vettel verwies in 1:11,918 Minuten seinen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber aus Australien um fast zwei Zehntelsekunden auf den zweiten Platz, Startplatz drei ging an den britischen McLaren-Piloten Jenson Button, der beim Großen Preis von Brasilien am Sonntag (17 Uhr/Live-Ticker) seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung hinter Vettel behaupten will.

Ein Geheimnis für Vettels Qualifying-Künste gebe es nicht, sagte der Heppenheimer, der sich mit 25 Poles in zwei aufeinanderfolgenden Jahren fast auf dem Niveau des legendären Ayrton Senna bewegt. Der Brasilianer war 1988 und 1989 insgesamt 26 Mal von Platz eins in ein Rennen gestartet.

"Es ist nicht so einfach, alles in eine entscheidende Runde zu legen, aber ich habe es meistens geschafft", sagte Vettel: "Wenn man in die letzte Runde geht, ist das aufregend, man ist nervös. Man ist dann wie in einem Rausch." Am Sonntag will Vettel sein außergewöhnliches Jahr noch mit einem Sieg abschließen und dort das Dutzend vollmachen, auch wenn Webber liebend gerne noch zumindest ein Rennen in diesem Jahr gewinnen würde.

Zweitbester Deutscher war am Samstag Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der seinen Silberpfeil auf Startplatz sechs stellte. Teamkollege Michael Schumacher verzichtete im dritten Qualifying-Teil auf eine schnelle Runde, um Reifen zu schonen, und geht von Rang zehn ins Rennen. "Michael war mit seinem Setup nicht zufrieden und konzentrierte sich deshalb aufs Reifensparen. Im Rennen ist aber mehr als Platz zehn für ihn drin", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der Rosberg einen "guten Job" bescheinigte.

Zwischen die beiden Silberpfeil-Piloten auf Rang acht schob sich Adrian Sutil im Force-India-Mercedes. Timo Glock steht dagegen mit seinem Virgin-Cosworth auf dem 24. und damit letzten Startplatz.

Für Sutil geht es am Sonntag noch um den Sprung in die Top 10 der Abschlusswertung, was er in seiner Karriere bislang noch nicht geschafft hat. Er müsste dafür in die Punkteränge fahren. Holt er sogar vier Punkte mehr als Renault-Pilot Witali Petrow (Russland), würde er sogar noch auf Platz neun springen. Offen ist auch noch seine Zukunft. Bei Force India ist die Entscheidung, wer er aus dem Trio Sutil, Nco Hülkenberg und Paul di Resta die beiden Cockpits für 2012 erhält, Sutil hat aber wohl auch noch eine Chance auf einen Wechsel zu Williams, wo sich die angedachte Rückkehr von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen wohl zerschlagen hat.

Für Glock dagegen war es ein "Katastrophen-Samstag". Nachdem sein Auto im dritten freien Training noch "unfahrbar" war, hatten einige kleine Änderungen zwar noch Besserung gebracht, aber dennoch sprang nur der letzte Startplatz heraus. Für Glock war es das schlechteste Quaifying des Jahres, erst zum vierten Mal in 19 Rennen startet er hinter seinem Teamkollegen Jerome d'Ambrosio.

Quelle: DAPD/seeg/das

 
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