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Ferrari-Boss Luca di Montezemolo: "Wenn Alonso zurücktritt, will ich Vettel"

zuletzt aktualisiert: 20.12.2012 - 15:55

Stuttgart (RPO). Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat den dreimaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel offen ins Visier genommen.

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo. Foto: dpa, Luca Zennaro
Ferrari-Boss Luca di Montezemolo. Foto: dpa, Luca Zennaro

Im Gespräch mit der Online-Ausgabe der Zeitschrift auto motor und sport sagte di Montezemolo: "Vettel ist für die Zukunft ein potenzieller Ferrari-Fahrer. Wenn Alonso aus irgendeinem Grund morgen zurücktritt, dann will ich Vettel." Der Heppenheimer hat allerdings erst am 28. November seinen Vertrag bei Red Bull vorzeitig um zwei Jahre bis 2016 verlängert.

Beide Fahrer kann sich Montezemolo bei Ferrari nicht vorstellen. "Alonso und Vettel, das wird schwierig." Zwei Top-Fahrern könne Ferrari keine Top-Bedingungen bieten. "Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten." Ein Teamkollege Vettel wäre für Alonso eine Provokation. Es würde vermutlich genauso schiefgehen wie die Paarung Alonso und Hamilton bei McLaren.

"Alonso nicht nur ein Fahrer"

Montezemolo lobt Vettel in höchsten Tönen. "Er ist jung, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden, er ist bodenständig, und er hat einen unbändigen Siegeswillen", so der Ferrari-Chef. "Schumacher hat mich schon vor vier Jahren auf ihn aufmerksam gemacht, weil er Vettel aus der Kartzeit kennt. Ich muss sagen, Michael hatte Recht."

Dabei betont Montezemolo gleichzeitig auch die Stärken seiner aktuellen Nummer 1 Fernando Alonso, der sich in dieser Saison nur knapp im letzten Rennen Vettel beugen musste. "Ich bin unheimlich happy mit ihm. Er ist mehr als nur ein Fahrer. Er ist eine Schlüsselfigur, weil er sich so unglaublich in die Teamarbeit mit einbringt."

Der 65-jährige Ferrari-Chef vergleicht den Vize-Weltmeister mit Niki Lauda und Michael Schumacher. "Fernando hat von beiden etwas. Von Lauda die Rennintelligenz und das Teamwork. Er weiß genau, wann er langsam und wann schnell fahren muss. Und er ist unheimlich produktiv in der Arbeit mit den Ingenieuren. Aber wie Schumacher kann Alonso auch eine Kampfmaschine sein. Wenn es von ihm verlangt wird, fährt er das ganze Rennen absolut voll."

Quelle: sid/areh

 
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