Der Traum der deutschen Mannschaft vom Titel-Hattrick ist geplatzt. Die Enttäuschung war riesig.
Hier jubeln die Japanerinnen über das Siegtor von Karina Maruyama. Sie hatte Nadine Angerer aus spitzem Winkel in der 108. Minute überwunden.
Auf den ersten Blick ein Bild, das nach dem Ende des Spiels aufgenommen wurde. Doch am Boden waren die DFB-Spielerinnen schon im Laufe der 120 Minuten. Mal im übertragenen Sinne...
...oder nach rüden Fouls der Japanerinnen. Hier hat es Celia Okoyino da Mbabi erwischt.
Von dem Schock erholte sich die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid zunächst gut.
In der Schlussphase der Verlängerung fehlte ihr dennoch die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen.
Für Silvia Neid war es die erste Niederlage bei einem großen Turnier. Auch die Bundestrainerin war sichtlich geschockt.
Nach dem Abpfiff konnten sie es alle nicht fassen, hier ringt Celia Okoyino da Mbabi um Fassung.
Szenen, wie man sie schon 2006 bei der Heim-WM der Männer gesehen hat.
Wieder sind es die Gastgeber, die das bittere Aus verdauen müssen.
Dennoch muss man sagen: Über 120 Minuten gelang es der deutschen Mannschaft nie, das enorme Potential abzurufen.
Auch Simone Laudehr, 2007 noch Torschützin im WM-Endspiel, sank in sich zusammen.
Im Kreis versuchten die Gescheiterten, sich gegenseitig aufzubauen.
DFB-Präsident Theo Zwanziger gab alles, um das Team zu trösten.
Nach ein paar Minuten bedankten sie sich beim Wolfsburger Publikum, stellvertretend für alle Spielorte, für die großartige Unterstützung.
Die Anfeuerungsversuche der 26.000 verfehlten letztendlich ihre Wirkung. Deutschland ist ausgeschieden.
Geplant war das nicht, aber irgendwie abzusehen.