Glückliche Auslosung für Kiefer und Huber: French Open: Haas trifft auf Rios
zuletzt aktualisiert: 26.05.2000 - 15:12Paris (sid). Extrem schweres Los für Tommy Haas (Foto), lösbare Aufgabe für Nicolas Kiefer und Glück für Anke Huber: Mit unterschiedlichsten Vorgaben starten die besten deutschen Tennisspieler in die French Open in Paris (29. Mai bis 11. Juni). Während der ungesetzte Haas bereits in der ersten Runde auf den Chilenen Marcelo Rios und in der dritten Runde möglicherweise auf den russischen Mitfavoriten Marat Safin trifft, hat es der an Nummer acht gesetzte Kiefer in seinem ersten Match mit dem eher auf Hartplätze spezialisierten Jan-Michael Gambill (USA) zu tun. Erst im Achtelfinale hätte er den ehemaligen spanischen Weltmeister Alex Corretja als ersten schweren Gegner vor sich.
Anke Huber (Foto unten), nach der verletzungsbedingten Absage von Serena Williams (USA) vom zwölften auf den elften Platz der Setzliste vorgerückt, bekommt es in der ersten Runde mit der Russin Nadeschda Petrowa zu tun. Im Achtelfinale wartet die Amerikanerin Venus Williams, Nummer vier der Setzliste, als erster echter Härtetest. Williams ist in der ersten Runde Gegnerin von Jana Kandarr (München). Insgesamt haben sich fünf deutsche Damen und sechs Herren direkt für die jeweils 128-köpfigen Hauptfelder qualifiziert.
Deutschlands Teamkapitän Carl-Uwe Steeb hatte sich nach dem verpassten Finale beim Arag World Team Cup in Düsseldorf zu den Chancen der beiden deutschen Spitzenspieler geäußert: "Bei Nicolas Kiefer bin ich skeptisch, ob er nach seiner langen Pause und seiner neuerlichen Verletzung in St. Pölten bei den French Open mithalten kann. Wenn Tommy Haas eine gute Auslosung erwischt, kann er ganz vorn mitspielen." Allerdings dürfte bereits Marcelo Rios in der ersten Runde Endstation für den zuletzt zu unbeständigen Haas sein. 1998 und 1999 stand der Linkshänder aus Chile, einer der besten Sandplatzspieler der Welt, jeweils im Viertelfinale von Roland Garros.
Wenigstens ein deutscher Spieler wird mit Sicherheit die zweite Runde erreichen, denn David Prinosil (Amberg) und Markus Hantschk (München) treffen zum Auftakt aufeinander. Keine Chancen dürfte Alexander Popp aus Hagen gegen München-Sieger Franco Squillari (Argentinien) haben, auch Rainer Schüttler (Bad Homburg) ist in seiner aktuellen Form gegen den Südafrikaner Wayne Ferreira nur Außenseiter. Ein hartes Los erwischte auch der langjährige Weltranglistenerste Pete Sampras (USA), der auf dem Weg zu seinem ersten French-Open-Sieg in der ersten Runde auf den Australier Mark Philippoussis trifft.
Die deutschen Erstrundenspiele:
Herren:
Alexander Popp (Hagen) - Franco Squillari (Argentinien) Markus Hantschk (München) - David Prinosil (Amberg) Tommy Haas (München) - Marcelo Rios (Chile) Rainer Schüttler (Bad Homburg) - Wayne Ferreira (Südafrika) Nicolas Kiefer (Hannover/Nr. 8) - Jan-Michael Gambill (USA)
Damen:
Barbara Rittner (Leverkusen) - Olga Barabanschikowa (Weißrussland) Anke Huber (Karlsdorf/Nr. 11) - Nadeschda Petrowa (Russland) Meike Babel (Neu-Isenburg) - Stephanie Cohen Aloro (Frankreich) Jana Kandarr (München) - Venus Williams (USA/Nr. 4) Marlene Weingärtner (Leimen) - Mariaan de Swardt (Südafrika)
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