Safin bleibt Nummer 1: French Open: Spanisches Finale ist perfekt
zuletzt aktualisiert: 07.06.2002 - 19:00Paris (rpo). Albert Costa ist zum ersten Mal in seiner Karriere ins Endspiel eines Grand-Slam-Turniers vorgestürmt. Im Finale der French Open ist Juan Carlos Ferrero sein Gegener.
Der 26 Jahre alte Costa setzte sich am Freitag im ersten Halbfinale mit 6:3, 6:4, 3:6, 6:3 gegen seinen Landsmann Alex Corretja durch. Ferrero bezwang den Russen Marat Safin mit 6:3, 6:2, 6:4. Im Endspiel des Sandplatz-Klassikers im Stade Roland Garros treffen sich am Sonntag (15.00 Uhr) damit zum ersten Mal seit vier Jahren wieder zwei Spanier.
"Das war der größte Moment in meiner Tennis-Karriere", jubelte Costa nach dem Sieg über seinen Freund, Daviscup-Partner und baldigen Trauzeugen Corretja. "Und wenn ich hier auch noch das letzte Match gewinne, dann ist es der allergrößte." Die Schlüsselszene im Halbfinale spielte sich nach fast zweieinhalb Stunden ab: Als Costa im vierten Satz mit 1:0 führte, rutschte sein Gegner bei einem Sturmlauf ans Netz unglücklich aus. Corretja erlitt dabei Abschürfungen an der Hand und musste behandelt werden.
Doch die 10-minütige Pause nutzte am Ende nur Costa, der seinem Freund und Daviscup-Partner prompt den Aufschlag abnahm. Das 2:0 im vierten Satz war die Vorentscheidung. Trotz einer starken Vorstellung vergab Corretja die Chance, zum dritten Mal nach 1998 und 2001 ins Finale einzuziehen.
In der Abendsonne über dem Bois de Boulogne strahlte nach getaner Arbeit nur Ferrero. Safin verpasste seinen 50. Sieg bei einem Grand- Slam-Turnier - nach 2:07 Stunden war damit auch sein Traum vom zweiten Triumph bei einem der vier "Klassiker" ausgeträumt. Vor zwei Jahren hatte der lange Russe überraschend die US Open gewonnen. Ferrero setzte seinen langjährigen Trainingspartner mit seinem präzisen, druckvollen Spiel enorm unter Druck und nahm ihm in allen drei Sätzen früh den Aufschlag ab.
Drittes spanisches Finale
Erst zum dritten Mal in der Geschichte der French Open seit 1925 kommt es am Sonntag zu einem rein spanischen Finale. 1998 hatte sich Carlos Moya gegen Corretja durchgesetzt, 1994 gewann Sergi Bruguera gegen Alberto Berasategui.
Unabhängig vom Ausgang dieses Turniers bleibt Safin die Nummer 1 in der ATP-Jahreswertung (Champions Race). Die Spitzenposition hätte dem Russen nur André Agassi streitig machen können; doch der 32 Jahre alte Amerikaner war im Viertelfinale an Ferrero gescheitert.
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