Italiener Scarponi holt Gesamtsieg für Saeco: Friedensfahrt: Zabel gewinnt Schlussetappe
zuletzt aktualisiert: 16.05.2004 - 17:44Prag (rpo). Erik Zabel hat zum Abschluss der Friedensfahrt die prestigeträchtige Abschlussetappe gewonnen und damit Selbstvertrauen für die Tor de France getankt. Gesamtsieger wurde der Italiener Michele Scarpone aus dem Saeco-Team.
Der 24-Jährige aus dem Saeco-Team holte nach 1600 Kilometern den mit 8000 Euro prämierten größten Erfolg seiner Karriere, rückt aber bei der Tour de France als Helfer von Sprintstar Mario Cippolini wieder in die zweite Reihe. Die Zukunft der zweitklassigen Friedensfahrt ist derweil trotz der bislang verweigerten Aufnahme in die Pro-Tour gesichert.
"Zwei Etappensiege und die Mannschaftswertung gewonnen - da kann man nicht meckern. Ich habe mir bei der Friedensfahrt die Form für die Deutschland-Rundfahrt und die Tour de France geholt" erklärte Zabel. Überlegen gewann der einzige Star bei der "Tour des Ostens" die letzte Etappe im Spurt des Hauptfeldes vor dem Polen Marcin Lewandowski und Björn Schröder (Berlin) vom Wiesenhof-Team. Damit sicherte Zabel seinem T-Mobile den Sieg in der Mannschaftswertung, zudem staubte Eric Baumann das Grüne Trikot ab. Der Wiesbadener Christian Werner war als Fünfter mit 53 Sekunden Rückstand zudem bester Deutscher der Gesamtwertung.
Gesamtsieger Scarponi rollte jubelnd mit dem Hauptfeld ins Ziel. Der Italiener hatte auf der vorletzten Etappe für die Vorentscheidung gesorgt, als er mit seinem vierten Platz seine Führung auf den am Ende mit 17 Sekunden Rückstand zweitplatzierten Polen Slawomir Kohut ausbaute. Der Sieg auf der "Königsetappe" von Bilina nach Karlsbad mit sieben Bergwertungen hatte sich der Schweizer David Loosli als Solist vor dem erst auf den letzten Kilometern abgehängten Wittenberger Ralph Grabsch vom Wiesenhof-Team geholt.
Bestand der Friedensfahrt gesichert
"Die Podestplätze von Grabsch und Schröder runden die hervorragende Leistung unseres Teams ab. Zwei Etappensiege und so viel gute Platzierungen sind grandios", erklärte Wiesenhof-Teamchef Michael Schiffner.
Die 58. Friedensfahrt durch Deutschland, Polen und Tschechien ist unterdessen mit einem Etat von 1,2 Millionen Euro gesichert, nachdem die Sponsoren die Traditionstour weiter unterstützen wollen. Der Radsport-Weltverband UCI will die Nichtberücksichtigung der Friedensfahrt in die im kommenden Jahr 28 Rennen umfassende Pro-Tour nochmals überprüfen, nachdem die Friedensfahrt-Chefetage vehement protestiert hat. "Über die Friedensfahrt werden wir noch einmal reden. Wenn nicht 2005 - dann hat das Rennen ab 2006 eine Chance für die Pro-Tour", erklärte UCI-Präsident Hein Verbruggen. Angeblich sind noch zwei Termine im Pro-Tour-Kalender frei, lediglich die Polen-Rundfahrt gehört bisher aus dem osteuropäischen Raum 2005 zu den wichtigsten Rennen der Saison.
STATISTIK ZUR 57. FRIEDENSFAHRT:
8. Etappe von Bilina nach Karlsbad (184,6 km): 1. David Loosli (Schweiz) 4:46:31 Stunden, 2. Ralf Grabsch (Wittenberg/Wiesenhof) 0:49 Minuten zurück, 3. Stephan Schreck (Erfurt/T-Mobile) 2:02, 4. Michele Scarponi (Italien) gleiche Zeit, 5. Radoslaw Romanik (Polen) 2:04, 6. Roger Beuchat (Schweiz) 2: 14, ... 18. Erik Zabel (Unna/T-Mobile) gleiche Zeit.
9. Etappe von Karlsbad nach Prag (184,1 km): 1. Erik Zabel (Unna/T-Mobile) 5:08:47 Stunden, 2. Marcin Lewandowski (Polen), 3. Björn Schröder (Berlin/Wiesenhof), 4. Christoph Roodhoft (Belgien), 5. Giosu Bonomi, 6. Giuseppe Palumbo (beide Italien).
Endstand in der Gesamtwertung: 1. Scarponi 39:16:14 Stunden, 2. Slawomir Kohut (Polen) 0:17 Minuten zurück, 3. Roger Beuchat (Schweiz) 0:18, 4. Massimo Giunti (Italien) 0:37, 5. Christian Werner (Wiesbaden/T-Mobile) 0:53, 6. Christian Knees (Bonn/Team Wiesenhof) 1:05 ... 17. Zabel 5:44
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











