Deutsche Eisschnelllaufmeisterschaften: Friesinger: Bahnrekord und Titel Nummer acht
zuletzt aktualisiert: 01.11.2003 - 15:39Erfurt (rpo). Anni Friesinger hat bei den Deutschen Eisschnelllaufmeisterschaften in Erfurt ein Glanzlicht gesetzt. Auf den 1500 Metern gewann sie in Bahnrekordzeit ihren achten nationalen Titel. Nur kurze Zeit später machte es ihr Bruder Jan nach.
Friesinger-Festival in Erfurt: Das Inzeller- Geschwister-Paar hat am Samstag bei den deutschen Eisschnelllauf- Meisterschaften in Erfurt die Titelrennen über 1500 m klar dominiert. Weltmeisterin Anni Friesinger setzte nach dem überraschenden Sieg über 500 m am Vortag ein weiteres Glanzlicht und erkämpfte in der Bahnrekord-Zeit von 1:57,73 Minuten ihren achten nationalen Titel. Die Inzellerin verbesserte die Bestmarke von Mehrkampf-Weltmeisterin Cindy Klassen (Kanada) um 0,74 Sekunden und war damit so schnell wie noch keine andere Läuferin in dieser Saison.
"Es lief großartig. Nichts tut mir weh, das ist einmalig", sagte die 26-Jährige, die tags zuvor überraschend auch ihren Premieren- Titel über 500 m erkämpft hatte, nach ihrem dritten Meisterschaftsgold auf ihrer Schokoladenstrecke nach 2000 und 2001. "Ich habe härter trainiert, bin einfach mal gesund geblieben", gab die dreifache Weltmeisterin als Gründe ihrer tollen Frühform an.
Als Zweitplatzierte qualifizierte sich die Olympia-Zweite Sabine Völker (Erfurt/1:59,85), die nach verpatzter Vorjahressaison vor eigenem Publikum ein erfolgreiches Comeback in der nationalen Spitze feierte, ebenso für den Weltcup am kommenden Wochenende in Hamar wie die Drittplatzierte Katrin Kalex (Berlin/2:01,46). "Ich hatte einen Riesenschiss vor den ersten Rennen", gestand die Thüringerin, die im Vorjahr wegen einer Viruserkrankung fast keine Starts absolvieren konnte. Über die Wahrnehmung des Startrechts für Hamar will die Sprintspezialistin erst zu Wochenbeginn entscheiden.
Nur eine halbe Stunde nach dem Sieg der Schwester wiederholte Jan Friesinger seinen Vorjahreserfolg auf der Mittelstrecke. In 1:49,34 war er so schnell wie nie zuvor ein deutscher Meister auf dieser Distanz. Er hatte damit keine Mühe, die beiden Grefrather Konkurrenten Christian Breuer und Stefan Heythausen in Schach zu halten.
In den erst zum zweiten Mal ausgetragenen 100-m-Sprints setzte sich die Berlinerin Jenny Wolf durch, die mit 10,78 um 0,1 Sekunden den deutschen Rekord verfehlte. Bei den Herren dominierte mit Jan Waterstradt (9,89) gleichfalls ein Mann aus der Hauptstadt
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