Tischtennis-EM in Bremen: Fünf Mixed weiter - Start von Roßkopf fraglich
zuletzt aktualisiert: 27.04.2000 - 22:13Bremen (dpa). Das doppelte Team-Silber hat die Aktiven des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) beflügelt. Ohne größere Ausfälle überstanden die Gastgeber den ersten Tag der Individualwettbewerbe bei der EM in Bremen.
Fünf Gemischte Doppel erreichten bereits das Achtelfinale, im Einzel und Doppel sind noch alle 16 DTTB-Vertreter dabei. Der Würzburger Thomas Keinath musste als Einziger in die Mühlen der Qualifikation, marschierte aber souverän in das Hauptfeld, in dem der Einsatz von Jörg Roßkopf weiterhin ungewiss ist.
Der Europameister von 1992 nutzte den spielfreien Donnerstag, um seine lädierte Schulter zu entlasten. «Ich spiele auf jeden Fall das Doppel mit Steffen Fetzner und werde danach entscheiden, ob es auch im Einzel geht», erklärte der 30 Jahre alte Düsseldorfer. Er musste in den vergangenen Tagen vor jedem Spiel mit Spritzen behandelt werden. Roßkopfs Clubkollege, der weißrussische Einzel-Europameister Wladimir Samsonow, scheiterte im Mixed mit seiner Partnerin Veronika Pawlowitsch unerwartet in der ersten Runde.
Tischtennis-Kalender mit wichtiger Änderungen
Am Rande der EM wurden auf dem Kongress der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) der Italiener Stefano Bosi als Präsident und Eberhard Schöler als Stellvertretender ETTU-Präsident per Akklamation in ihren Ämtern bestätigt. Die Delegierten beschlossen eine Änderung des bisherigen Europameisterschafts-Rhythmus. «2002 findet die EM in Zagreb statt und ein Jahr später im italienischen Courmayeur. Ab 2003 wird dann das EM-Turnier immer in den ungeraden Jahren ausgetragen» berichtete Schöler.
Für Aktive und Fans wird der Terminkalender immer komplizierter. In ungeraden Jahren stehen in Zukunft die EM im März und die Individual-WM im Mai auf dem Programm. In geraden Jahren finden Mannschafts-WM und Olympische Spiele statt. «Bald brauchen wir zwei Nationalmannschaften», meinte Damen-Bundestrainer Martin Adomeit.
Außerdem beschloss die ETTU die Aufstockung der Champions League von acht auf zehn Mannschaften. Dadurch kann in der nächsten Saison neben Titelverteidiger Borussia Düsseldorf und Aufsteiger TTC Zugbrücke Grenzau auch der eigentliche Absteiger TTF Liebherr Ochsenhausen als drittes deutsches Team in der Champions League weiterspielen. Ochsenhausens Titelsponsor unterstützt auch den europäischen Club-Wettbewerb.
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