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Heiko Westermann Holger Badstuber Nationalelf Panorama afp 2010
  Foto: AFP, AFP
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Neues Innenverteidiger-Duo: Auf Westermann und Badstuber ist Verlass

zuletzt aktualisiert: 09.09.2010 - 15:37

Köln (RPO). WM-Star Arne Friedrich noch zwei Monate außer Gefecht, Serdar Tasci außer Form und nun auch noch Per Mertesacker schwer verletzt: Einen Monat vor dem Topspiel gegen die Türkei sind die Sorgenfalten auf Löws Stirn hinsichtlich der Innenverteidigung nicht weniger geworden.

Allerdings hat das 6:1 gegen Aserbaidschan gezeigt, dass dem Bundestrainer in Heiko Westermann und Holger Badstuber adäquater Ersatz zur Verfügung steht. "Wir haben zum Glück einige Alternativen, die bewiesen haben, dass wir uns auf sie verlassen können", sagte Löw.

Allerdings trübte die schwere Verletzung von Mertesacker, der einen Bruch des Augenhöhlenbodens und eine Platzwunde unter dem linken Auge erlitten hatte und möglicherweise länger pausieren muss, die Freude beim Bundestrainer. Im Spitzenspiel bei Bayern München am Samstag fällt der 1,98 m große Werder-Hüne auf jeden Fall aus.

Badstuber und Westermann auch torgefährlich

Löw konnte sich trotzdem über freuen, denn andere sprangen für die Arrivierten in die Bresche. Der 50-Jährige war mit Badstuber und Westermann in Innenverteidigung zufrieden, die sich nicht von ungefähr gegen das Team des früheren Bundestrainers Berti Vogts jeweils in die Torschützenliste eintragen konnten.

Der Münchner Badstuber, der in der 86. Minute mit seinem ersten Länderspieltreffer zum 5:1 seine starke Vorstellung krönte, hatte bereits vier Tage zuvor beim 1:0 in Belgien in der Abwehrzentrale an der Seite von Mertesacker überzeugt.

Der Hamburger Westermann, in Brüssel nach der Pause für den verletzten Marcell Jansen auf der linken Seite der Viererkette mit einigen Schwächen, löste gegen Aserbaidschan schon nach elf Minuten den ausgeknockten Mertesacker ab. Der frühere Schalker brach mit dem 1:0 in der 28. Minute, seinem dritten Treffer im DFB-Trikot, nicht nur den Bann, sondern harmonierte auf seiner Lieblingsposition prächtig mit Badstuber.

"Beide haben ihre Sache gut gemacht, Badstuber hat zudem aus seinen Freiräumem viel gemacht und hatte gute Aktionen in der Offensive", sagte Löw. Bei der WM hatte der 21-Jährige Badstuber noch viel Lehrgeld zahlen müssen, war nach eher mäßigen Auftritten auf der linken Seite der Viererkette nach zwei Spielen aus der Startelf geflogen. Westermann hatte eine Verletzung um die WM-Teilnahme in Südafrika gebracht.

"Der Konkurrenzkampf ist groß"

"Ich bin froh, dass ich überhaupt wieder dabei bin. Dass ich zweimal jeweils wegen Verletzungen anderer in die Mannschaft gekommen bin, gehört zum Fußball. Ich denke, dass ich heute wieder einen Schritt nach vorne gemacht habe. Aber der Konkurrenzkampf ist groß, das ist mir bewusst", sagte der 26-Jährige.

Und auch Badstuber war nicht nur wegen der eroberten Tabellenführung in der Gruppe A sehr zufrieden. "Man sieht ja, dass mir diese Position mehr liegt als auf der Außenbahn", so der Münchner, dem Löw gute Perspektiven für die Zukunft einräumte: "Mir persönlich gefällt es wie er spielt, ganz seriös und einfach."

Eine Aussage, die Badstuber mit Freude zur Kenntnis nahm. "Das bedeutet mir sehr viel. Ich muss natürlich noch sehr viel lernen", sagte der Bayern-Profi, der sich nicht als reinen Zerstörer sieht. "Beide Trainer sehen einen Innenverteidiger weniger als reinen Zweikämpfer, sondern als einen Akteur, der das Spiel von hinten aufbaut", erklärte Badstuber die gemeinsame Philosophie von Löw und seinem Vereinstrainer Louis van Gaal.

Ensprechend groß ist seine Hoffnung, dass er auch beim nächsten Qualifikations-Doppelpack gegen die Türkei und in Kasachstan wieder in der Startelf steht.

Quelle: SID/seeg

 
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