Unser EM-Mathematiker: Keine Sorge - wir putzen die Ösis
VON TIM RÖHN - zuletzt aktualisiert: 16.06.2008 - 18:31Düsseldorf (RPO). Sie zittern vor dem großen Spiel gegen Österreich? Befürchten den Super-Gau mit dem EM-Aus für die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde? Nicht nötig, wenn's nach Dr. Roger Kaufmanns Dynamischer Sport-Analyse (DAS) geht. Unser EM-Mathematiker hat damit exklusiv für uns ausgerechnet: Jogis Jungs putzen die "Ösis".
Das von ihm selbst erstellte Programm funktioniert so: Die 31 Spiele werden 200.000 Mal im Computer simuliert, zu Grunde liegen alle möglichen Mannschaftsdaten wie die Platzierung in der Fifa-Weltrangliste, erzielte Tore und Gegentore und die Entwicklung in den letzten Monaten. Dass die DFB-Elf ob dieser Faktoren in der Favoritenrolle steht, überrascht nicht.
Trotzdem: Mögliche Nervosität, Druck und auf der anderen Seite das Wissen, sich mit einem Sieg unsterblich machen zu können, spielen in den Berechnungen natürlich keine Rolle. Das aktuelle Turnier ist gespickt mit Überraschungen, auch der kroatische Sieg über Deutschland war ein unerwartetet Ergebnis – auch für Kaufmann, der die Wahrscheinlichkeit eines DFB-Sieges auf 50,4 Prozent beziffert hatte.
Trotzdem: In den meisten Fällen behält sein Programm Recht, der Schweizer erreichte bei einem Wettanbieter über ein Jahr lang eine Auszahlungsquote in Höhe von 117 Prozent. Und so beruhigen auch diese Zahlen: Zu 88,1 Prozent schaffen Jogis Jungs den Einzug ins Viertelfinale, die Wahrscheinlichkeit, dass es gegen Österreich eine Niederlage gibt, liegt nur bei 11,9 Prozent.
In der Favoritenrolle sind die Deutschen nach Kaufmanns Berechnungen mit einer Titel-Wahrscheinlichkeit von 11,7 Prozent aber längst nicht mehr. Ganz oben in dieser Liste steht Spanien (19,7) vor Todesgruppen-Schreck Niederlande (18,0). Hoffen wir, dass sich das heute wieder ändert…
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