Quali zur EM 2012: Österreicher geben sich selbstbewusst
zuletzt aktualisiert: 10.02.2010 - 12:18Frankfurt/Main (RPO). Es soll das erste Mal werden. Das erste Mal, dass sich eine Fußball-Nationalmannschaft aus Österreich sportlich für eine Europameisterschaf qualifiziert. Doch auch Trainer Dietmar Constantini weiß, dass das nicht einfach wird – zumal es zum Duell mit Deutschland kommt.
In der Qualifikation für die EM 2012 in Polen und der Ukraine hofft Constantini aber auf Platz zwei hinter der deutschen Nationalmannschaft. "Deutschland ist natürlich der große Favorit. Aber Platz zwei können wir erreichen", sagte Constatini in einem Interview auf der Internetseite (www.dfb.de) des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Neben Vize-Europameister Deutschland sieht Constantini auch die Türkei als Favoriten. "Die EM-Qualifikation ist jedoch kein Wunschkonzert. Deshalb müssen wir zusehen, dass wir uns optimal vorbereiten, um dann eine Topleistung abrufen zu können", erklärte er: "Es gibt zwei bis drei Mannschaften, die auf den zweiten Platz hinter Deutschland hoffen. Man kann zwar vom Gruppensieg träumen, aber ich will realistisch bleiben. Der zweite Platz wäre in Ordnung. "
Auf die Duelle mit dem großen Nachbarn freut sich der österreichische Coach bereits. "Für Österreicher ist es immer interessant, gegen Deutschland zu spielen. Das ist das ewige Duell David gegen Goliath. Es wird wieder viele Emotionen geben, darauf freue ich mich", meinte er und hofft auf das Ticket zur EM. "Wir haben uns noch nie sportlich für eine Europameisterschaft qualifiziert. Das wollen wir ändern."
Ein besonderes Augenmerk hat Constantini auf seine in Deutschland tätigen Profis wie Sebastian Prödl (Werder Bremen), Christian Fuchs (VfL Bochum) und Martin Harnik (Fortuna Düsseldorf). "Die deutsche Bundesliga ist für uns wichtig. Prödl spielt in Bremen leider selten, weil er zwei sehr starke Innenverteidiger vor sich hat. Harnik hat zuletzt einige Tore in der 2. Bundesliga gemacht. Fuchs macht eine sehr gute Figur beim VfL Bochum. Andreas Ibertsberger hat abgesagt, weil er sich auf Hoffenheim konzentrieren möchte", sagte Constantini.
Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz vom FSV Mainz 05 hatte der Trainer zuletzt mehrfach nicht nominiert. "Dazu möchte ich mich im Moment nicht groß äußern. Wir spielen am 3. März gegen Dänemark. Davor werde ich einen Kader bekannt geben. Dann werden wir weitersehen", meinte Constantini.
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