Unser EM-Mathematiker hat's ausgerechnet: Plötzlich sind wir nicht mehr Favorit
zuletzt aktualisiert: 29.06.2008 - 18:50Düsseldorf (RPO). Es ist soweit: Wir wollen unserem EM-Mathematiker Dr. Roger Kaufmann nicht mehr glauben. Fünf Mal hatte er bei der Euro 2008 bislang einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft vorausgesagt (und bekanntlich vier Mal Recht behalten), jetzt hat sein Super-Rechner Spanien als Favoriten für das Endspiel heute Abend (20.45 Uhr/LIVE!-Ticker) ausgespuckt.
Zu 59,6 Prozent dürfen die Mannen von Trainer Luis Aragones nach dem Schlusspfiff den Pokal in die Höhe stemmen, die Siegchance unserer Helden liegt damit nur bei 40,4 Prozent.
Ein Triumph der DFB-Elf in der regulären Spielzeit ist sogar extrem unwahrscheinlich: Nur zu 27,3 Prozent ist das Turnier nach 90 Minuten mit einem Erfolg der Deutschen vorbei. Die Wahrscheinlickeit eines spanischen Sieges vor der Verlängerung ist da mit 44 Prozent schon höher.
Die von Kaufmann selbst kreierte Dynamische Sport-Analyse (DSA) funktioniert so: Die 31 EM-Spiele wurden 200.000 Mal im Computer simuliert, zu Grunde liegen alle möglichen Mannschaftsdaten wie die Platzierung in der Fifa-Weltrangliste, erzielte Tore und Gegentore und die Entwicklung in den letzten Monaten sowie während der Endrunde.
Die Richtigkeit der Vorhersagen ist verblüffend: Schon nach zwei Gruppenspielen hatte Kaufmann Spanien als absoluten Titel-Favoriten ausgemacht. Kaum ein Fußball-Experte hatte die Südeuropäer bereits zu diesem Zeitpunkt auf der Rechnung - vor allem angesichts solcher Aufgaben wie gegen Weltmeister Italien (Viertelfinal-Sieg im Elfmeterschießen).
Zweifel am deutschen Sieg sind also - leider - durchaus berechtigt. Aber mögen wir uns zum Finale doch ausnahmsweise an die Rummeniggschen Worte aus der vergangenen Bundesliga-Saison erinnern: "Fußball ist keine Mathematik." Ja, genau. So ist das!
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