Der Countdown zum EM-Auftakt: Zehn Gründe, warum wir Polen schlagen
zuletzt aktualisiert: 08.06.2008 - 12:04Klagenfurt (RPO). Die Mission "Titel" beginnt - um 20.45 Uhr steigt unser EM-Auftaktspiel gegen Polen. Die deutsche Mannschaft erwartet einen hochmotivierten und kampfstarken Gegner. "Verglichen mit 2006 hat Polen heute ein viel stärkeres Team", warnt Bundestrainer Joachim Löw. Wir haben dennoch zehn Gründe, warum Deutschland am Ende jubeln darf.
"Wir kennen die Stärken des polnischen Teams", sagte Löw. "Aber wenn wir umsetzen, was wir können, und wenn wir das Tempo auf dem Rasen diktieren können, dann glaube ich, das wir das Spiel machen können."
Allerdings habe die polnische Mannschaft, die bei der WM 2006 noch in letzter Sekunde 0:1 gegen das DFB-Team unterlag, einen herausragenden Kampfgeist. Das Team agiere als kompakte Einheit und habe in der Qualifikation außergewöhnlich gut gespielt. In einer Gruppe zusammen mit Portugal erreichte Polen den ersten Platz.
Welche Startelf Löw auf den Platz schicken will, wollte er vor dem Spiel nicht verraten. Sein Assistent Andreas Köpke sagte, dass drei oder vier Positionen noch offen seien. Im Sturm wird zumeist ein Duo aus Miroslav Klose und Mario Gomez erwartet. Dahinter wird wohl ein offensiv eingestelltes Mittelfeld mit Lukas Podolski auf links agieren. Podolski, Klose und der Mittelfeldspieler Piotr Trochowski wurden in Polen geboren.
"Wir sind gereift, haben ein sehr starkes Team und wir arbeiten gut als Einheit", sagte Mannschaftskapitän Michael Ballack. "Wir brennen darauf, rauszugehen und das erste Spiel zu gewinnen."
Beenhakker spricht mit Löw über Presseprovokationen
Nach den Provokationen in der polnischen Boulevardpresse sagte der polnische Trainer Leo Beenhakker, er habe Löw im Stadion in Klagenfurt getroffen und sich entschuldigt. Löw habe ihm geantwortet, dass die DFB-Auswahl sehr wohl wisse, dass das polnische Team nichts damit zu tun habe. Unter anderem veröffentlichte eine Zeitung eine Fotomontage, die Beenhakker mit den abgeschlagenen Köpfen von Ballack und Löw zeigt.
Polen geht mit Verletzungspech in das Spiel gegen Deutschland. So fehlt Mittelfeldspieler Jakub Blaszczykowski ebenso wie Ersatztorwart Tomasz Kuszczak, der am Freitag nach einer Verletzung im Training abreisen musste. Stürmer Maciej Zurawski sagte vor dem Spiel, er rechne nicht damit, dass Deutschland einen schlechten Tag erwische. "Aber selbst wenn die Deutschen gut spielen, glaube ich, dass wir besser als sie spielen können."
Nach einem verbalen Streit und kleineren Rangeleien zwischen Fangruppen aus beiden Ländern nahm die Polizei in Klagenfurt am Samstagabend sieben Deutsche fest. Die Polizei habe eingegriffen, um eine Eskalation zu verhindern, teilten die Behörden mit.
Der für den Sport zuständige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sagte in einem Interview der "Bild am Sonntag", er hoffe, "dass unser Team auch am Sonntag wieder als Gewinner vom Platz geht". Er werde beim ersten Spiel im Stadion sein und drücke der Mannschaft die Daumen für den Gewinn der Europameisterschaft. "Auf der Grundlage der positiven Erfahrungen bei der Weltmeisterschaft bin ich optimistisch."
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