Anweisung: Gelb für "Rudelbildung": Diese Schiedsrichter pfeifen die EM
zuletzt aktualisiert: 18.04.2008 - 08:33Regensdorf (RPO). Am 7. Juni beginnt in Österreich und der Schweiz die Europameisterschaft. Ohne die oft kritisierten Schiedsrichter ist ein solches Turnier undenkbar. Die zwölf Gespanne für für die Endrunde in diesem Sommer stehen fest. Derzeit bereiten sich die Unparteiischen bei einem Workshop in Regensdorf auf die EM vor.
Die Referees sind dabei angewiesen worden, übertriebene Härte und respektloses Verhalten der Spieler konsequent zu ahnden. Die den Unparteiischen ausgehändigte Liste mit sechs wichtigen Punkten sieht unter anderem vor, regelwidrigen Arm- und Ellbogeneinsatz härter zu bestrafen.
Zudem könne ein Schiedsrichter "eine spontane Frustreaktion" nach einem Pfiff akzeptieren, jedoch "Spieler konsequent bestrafen, die in Wort oder Tat" weiter ihr Unverständnis zeigen oder sogar den Referee attackieren.
Mit Gelben Karten sind Stoßen oder Halten vor Eckbällen und Freistößen ebenso zu ahnden wie jedwede Art von Simulationen oder Täuschungsversuchen. Auch "Rudelbildung" wird "für alle maßgeblich beteiligten Spieler" Gelbe Karten zur Folge haben.
Gegen undisziplinierte Trainer, die die Coachingzone verlassen oder Schiedsrichter kritisieren, soll ebenfalls vorgegangen werden. "Die Trainer sollen ausschließlich ihre Arbeit erledigen", heißt es in dem Uefa-Papier.
Herbert Fandel (Kyllburg) und seine Assistenten Carsten Kadach (Suderburg) und Volker Wezel (Tübingen) hatten den Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Regensdorfer Hotel Mövenpick vertreten. Dieses Hotel in der Schweiz dient bei der EM-Endrunde als Basisquartier für die Schiedsrichterteams.
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