An der Europameisterschafts-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine nehmen 16 Nationen teil, die in neun Qualifikationsgruppen ermittelt werden. Bereits sicher dabei sind die beiden Gastgeber sowie Deutschland, Italien, England, die Niederlande und Titelverteidiger Spanien. Neben den neun Erstplatzierten qualifiziert sich der beste Gruppenzweite. Außerdem spielen die acht weiteren Zweitplatzierten in Play-off-Duellen die letzten vier Teilnehmer aus. Einige Konstellationen sind noch möglich.
GRUPPE A: Deutschland steht als Gruppensieger fest, die Türken haben den zweiten Platz nach der 0:3-Niederlage gegen die DFB-Auswahl an Belgien verloren. Im abschließeden Gruppenspiel brauchen die Türken (14 Punkte) einen Sieg, um an Belgien (15) vorbeizuziehen. Zugleich darf Belgien in Düsseldorf gegen Deutschland nicht gewinnen. Ein Remis würde der Türkei kaum reichen, weil Belgiens Tordifferenz um sieben Treffer besser ist.
GRUPPE B: Drei Teams haben noch die Möglichkeit auf die direkte Qualifikation. Russland mit 20 Punkten als Tabellenführer hat die beste Ausgangsposition. Der "Sbornaja" reicht ein Sieg gegen das punktlose Schlusslicht aus Andorra. Sollte Russland unentschieden spielen oder gar verlieren, könnten die Iren (18 Punkte) der große Nutznießer sein. Die Mannschaft von Giovanni Trapattoni spielt gegen den Dritten Armenien, das mit 17 Punkten ebenfalls noch Chancen auf den Gruppensieg hat. Wahrscheinlich wird in diesem Duell auf der Grünen Insel der Tabellenzweite ermittelt, der in die Play-offs einzieht, denn niemand geht davon aus, dass Russland patzt.
GRUPPE C: Italien (23 Punkte) ist durch, dahinter steht Serbien unter Druck. Vor dem letzten Spiel in Slowenien rangieren die Serben mit einem Punkt Rückstand (15) hinter Estland (16) auf Platz drei. Die Esten haben spielfrei und müssen vor dem Fernseher zittern, dass Serb ien verliert. Bei einem Unentschieden haben die Serben das Play-off-Ticket sicher.
GRUPPE D: Frankreich hat es am letzten Spieltag selbst in der Hand: Der Mannschaft um Superstar Franck Ribery von Bayern München reicht bereits ein Unentschieden im Duell mit dem Zweitplatzierten Bosnien-Herzegowina, da der Vorsprung drei Zähler beträgt. Bei einer 0:2-Niederlage oder einer höheren Pleite würden die Franzosen die direkte EM-Qualifikation doch noch aus der Hand geben.
GRUPPE E: Genau wie Deutschland sind die Niederländer mit neun Siegen aus neun Spielen durch die Qualifiklation marschiert, Schweden hat den zweiten Platz ebenfalls schon sicher. Bei einem Sieg gegen den Gruppensieger könnte es für die Schweden als bester Gruppenzweiter ebenfalls für die direkte Qualifikation reichen - je nachdem, was in den anderen Gruppen passiert.
GRUPPE F: Die Griechen haben im direkten Duell mit Kroatien am vergangenen Freitag einen Big Point im Kampf um das EM-Ticker gelandet, stehen vor dem letzten Spiel mit zwei Zählern Vorsprung vor den Kroaten auf Rang eins. Ein Remis in Georgien reicht dem Europameister von 2004, um nach Polen und in die Ukraine zu fahren. Die Kroaten haben Rang zwei sicher, hoffen aber doch noch auf den direkten Sprung auf den EM-Zug.
GRUPPE G: Alles klar in Gruppe G: England ist durch, Montenegro ist Zweiter. Der letzte Spieltag ist nur etwas für Statistiker.
GRUPPE H: High Noon in Gruppe H: Dänemark und Portugal kämpfen im direkten Duell in Kopenhagen um das Ticket für die EM. Die Portuigiesen stehen wegen der besseren Tordifferenz auf Rang eins. Ein Unentschieden reicht den Südeuropäern im jedem Fall.
GRUPPE I: Spanien ist neben Deutschland und den Niederlanden die dritte Mannschaft in Europa, die bislang alle Qualifikationsspiele gewonnen hat. Folgerichtig kann sich der Titelverteidiger bereits um ein EM-Quartier kümmern. Dahinter rangeln Schottland (11 Punkte) und Tschechien (10) um Platz zwei. Der Vorteil vor dem letzten Spieltag liegt bei den Tschechen: Während sie in Litauen antreten, reist Schottland nach Spanien.