Keine Siege für Italien, Spanien und Frankreich: EM-Teilnehmer noch außer Form
zuletzt aktualisiert: 16.11.2011 - 18:14Hamburg (RPO). Joachim Löw hätte wohl nichts dagegen, wenn schon morgen die Fußball-Europameisterschaft beginnen würde. Der souveräne 3:0-Sieg gegen Vize-Weltmeister Niederlande macht mal wieder deutlich, in welcher Spitzenform sich die DFB-Auswahl befindet - die anderen Teilnehmer können das nach den Testspielen am Dienstagabend noch nicht von sich behaupten.
Besonders Torwart Iker Casillas erwischte einen ganz schwarzen Abend - ausgerechnet in seinem Rekordspiel für Spanien (Nummer 127) patzte der Real-Schlussmann und war mitverantwortlich für einen 0:2-Halbzeitrückstand in Costa Rica. In der Schlussphase konnten die Spanier zumindest noch eine Blamage verhindern und ein Unentschieden erreichen. "In der ersten Hälfte haben wir rein gar nichts gut gemacht", sagte Mittelfeldspieler Andres Iniesta. "Das einzig Positive an diesem Spiel war die Reaktion des Teams, und dass wir dadurch noch zu einem 2:2 gekommen sind."
Englands Trainer Capello "glücklich mit den Experimenten"
Gar eine 0:1-Heimniederlage musste Italien im Duell mit dem WM-Vierten Uruguay hinnehmen. Nach dem frühen Rückstand schaffte es der Weltmeister von 2006 nicht, das Bollwerk der Südamerikaner zu knacken. Das gleiche Schicksal ereilte auch Frankreich - mit dem Unterschied, dass Gegner Belgien kein ebenfalls kein Tor erzielte, also torlos 0:0.
Ein derart mageres Ergebnis hätten sich die Griechen sogar noch gewünscht: Mit 1:3 blamierte sich der Europameister von 2004 im Heimspiel gegen Rumänien. Besonders in der zweiten Hälfte, die man mit 0:2 verlor, ließen die Griechen an ihrer EM-Tauglichkeit zweifeln.
Auf Augenhöhe begegneten sich hingegen die beiden EM-Teilnehmer England und Schweden. Das glücklichere Ende hatte dabei der Weltmeister von 1966, der durch das 2000. Tor seiner Länderspielgeschichte, einem Eigentor des Schweden Majstorovic, mit 1:0 gegen die Skandinavier gewann. "Ich bin glücklich mit den personellen Experimenten, die Resultate waren positiv", sagte Trainer Fabio Capello, dessen Team am Freitag bereits gegen Welt- und Europameister Spanien gewonnen hatte.
Siege für die Gastgeber Polen und Ukraine
Knappe Siege feierten auch die beiden Gastgeber: Polen besiegte Ungarn ebenso wie die Ukraine Österreich mit 2:1. Souverän war das längst noch nicht, ebenso wie das Spiel Dänemarks gegen Finnland. Die Mannschaft von Trainer Morten Olsen lag zur Halbzeit sogar 0:1 zurück, ehe eine Leistungssteigerung für einen 2:1-Sieg sorgte.
Aber steigern, da waren sich die Nationaltrainer einig, müssen sich die deutschen EM-Gegner bis zum kommenden Juni alle noch.
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