Hooligan-Exzesse in Genua: Kacar: "Wir hatten nur noch Angst"
zuletzt aktualisiert: 14.10.2010 - 07:09Dortmund (RPO). Der serbische Nationalverteidiger Neven Subotic vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat sich auch einen Tag nach den Krawallen am Rande des EM-Qualifikationsspiels gegen Italien schockiert gezeigt. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte Subotic den "Ruhr Nachrichten" und sprach die Szenen im Mannschaftsbus auf der Fahrt zum Stadion an.
20 Hooligans hätten den Teambus gestürmt, bengalische Feuer angezündet und Morddrohungen ausgesprochen. Unter anderem sei der Satz "Wir haben einen Sarg mit deinem Namen drauf" in Richtung Torwart Vladimir Stojkovic gefallen. Der Keeper war vor der Saison von Roter Stern zu Partizan Belgrad gewechselt. "Das ist viel schlimmer, als vom BVB nach Schalke zu gehen", ergänzte Subotic.
Subotic sagte der "Bild": „Sie haben unseren Torwart mit den Worten ‚Wir haben einen Sarg mit Kerzen für dich gemacht‘ beleidigt. Es war die Hölle.“ Später im Stadion versteckt sich Stojkovic in der Kabine der Italiener, verzichtet auf seinen Einsatz. HSV-Spieler Gojko Kacar: "Ich stehe unter Schock. Wir hatten nur noch Angst."
Gleichzeitig richtete er schwere Vorwürfe gegen die Ordnungskräfte. "Die italienischen Polizisten standen draußen und haben uns demonstrativ den Rücken zugewendet. Wir hatten Glück. Ich hätte nie gedacht, dass ich so was mal erleben muss", meinte Subotic.
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