1:0 gegen Zypern: Müde Tschechen quälen sich zum Sieg
zuletzt aktualisiert: 28.03.2007 - 23:57Liberec (RPO). Jan Koller hat die tschechische Nationalmannschaft im Rennen um die Qualifikation zur EM 2008 in Österreich und der Schweiz gehalten. Gegen Zypern erzieltze der Ex-Bundesliga-Profi das Tor zum 1:0 (0:0)-Endstand.
Vier Tage nach der enttäuschenden Leistung im Spitzenspiel gegen Deutschland (1:2) schoss der ehemalige Dortmunder den einzigen Treffer zum glanzlosen Sieg der Tschechen und brachte den Europameister von 1976 damit wieder auf Augenhöhe mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Beide Teams haben in der Gruppe D nun 13 Punkte auf dem Konto, Deutschland hat aber ein Spiel weniger absolviert und bleibt Tabellenführer.
Unterdessen gab es einen Befreiungsschlag für Weltmeister Italien, "König Otto" steht jedoch weiter unter Druck. Während die Squadra Azzurra sich gut acht Monate nach dem WM-Triumph in Berlin auf dem Weg zur EM mit einem 2:0 gegen Schottland zurückmeldete, tut sich Titelverteidiger Griechenland weiterhin schwer.
Trainer Otto Rehhagel und die Griechen benötigten beim Fußball-Zwerg Malta ein Elfmetertor von Angelos Basinas, um mit dem peinlichen 1:0 die zweite Blamage innerhalb von vier Tagen zu verhindern.
Unerwartete Probleme hatte auch die Auswahl der Niederlande. Der Europameister von 1988 kam in Gruppe G erst in der Schlussphase zu einem 1:0 in Slowenien, Giovanni van Bronckhorst (86.) erlöste Oranje kurz vor dem Abpfiff. Rumänien (11) hielt durch ein 3:0 gegen Luxemburg den Anschluss an den Spitzenreiter (14), und Bulgarien (9) patzte beim 0:0 gegen Albanien.
Dritter der Gruppe D sind weiter die mit Deutsechland und Tschechien punktgleichen Iren (13), die die Slowakei im Verfolgerduell durch ein Tor von Kevin Doyle (13.) 1:0 besiegten. Irland hat jedoch zwei, Tschechien ein Spiel mehr absolviert als die deutsche Mannschaft.
Im Stadion San Nicola in Bari ließ der angeblich von Bayern München umworbene Luca Toni Schottlands Torhüter Craig Gordon mit einem Kopfball nach 12 Minuten keine Chance und sorgte in der 70. Minute für die Entscheidung. Trainer Roberto Donadoni, der im langen Schatten von seinem Vorgänger und Weltmeister-Trainer Marcello Lippi zuletzt in die Kritik geraten war, sitzt nach dem wichtigen Erfolg wieder etwas fester im Sattel.
Rehhagel dagegen wird sich weiter harscher Angriffe erwehren müssen. Der 68-Jährige, nach der EM 2004 zum "Rehhakles" geadelt, steht vor allem wegen seines Festhaltens an der "alten Garde" der Helden von Portugal unter Druck. Frohe Kunde erreichte Griechenland allerdings aus Frankfurt/Main, wo Tabellenführer Türkei sich ein 2: 2 gegen Norwegen leistete. Dabei bewahrte Hamit Altintop von Schalke 04 (72./89.) die Türken, die wegen ihrer Platzsperre in der WM-Arena spielten, vor der ersten Niederlage.
Neben der Türkei gab auch Schweden beim 1:2 in Nordirland erstmals Punkte ab - damit hat keine der 50 Mannschaften mehr eine weiße Weste. In der Gruppe A trennten sich Serbien und der WM-Vierte Portugal 1:1. Die finnische Elf, die zuvor mit einem Sieg in Polen und einem 1:1 gegen den WM-Vierten Portugal hatte aufhorchen lassen, verlor in Aserbaidschan völlig überraschend 0:1. Polen verteidigte Platz eins durch ein 1:0 gegen Armenien erfolgreich.
Klaus Toppmöller, deutscher Nationaltrainer in Georgien, konnte sich bei zwei "Zweitliga-Legionären" für einen Pflichtsieg gegen die Färöer bedanken. Dawid Siradse von Erzgebirge Aue (25.) und Alexander Iaschwili vom SC Freiburg (46./90., Elfmeter) trafen zum 3:1-Sieg in Tiflis, mit dem die Gastgeber auf Rang fünf der Gruppe B vorrückten. Die Qualifikation ist für "Toppi" aber außer Reichweite.
Steven Gerrard hat Englands Nationalelf unterdessen zum ersten Erfolg nach fünf Spielen ohne Sieg geführt. Der Kapitän des FC Liverpool traf für das Team von Steve McClaren beim mühsamen 3:0 (0:0)-Erfolg gegen Andorra in Barcelona in der 54. und 76. Minute. Den Schlusspunkt setzte vor 20.000 Zuschauern, davon allein 17.000 Briten, der eingewechselte David Nugent in der zweiten Minute der Nachspielzeit.
Durch den Erfolg rückten die Engländer in der Gruppe E mit 11 Zählern bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Kroatien (13) heran. Vor den Three Lions liegen aber noch die punktgleichen Teams aus Israel und Russland.
Neben der Türkei gab auch Schweden beim 1:2 in Nordirland erstmals Punkte ab - damit hat keine der 50 Mannschaften mehr eine weiße Weste. In der Gruppe A trennten sich Serbien und der WM-Vierte Portugal 1:1. Die finnische Elf, die zuvor mit einem Sieg in Polen und einem 1:1 gegen den WM-Vierten Portugal hatte aufhorchen lassen, verlor in Aserbaidschan völlig überraschend 0:1. Polen verteidigte Platz eins durch ein 1:0 gegen Armenien erfolgreich.
Die spanische Nationalmannschaft kam unterdessen zu einem mageren 1:0-Sieg gegen Island. Für das Tor sorgte Andrés Inesta in der 81. Spielminute. Das Team weist nun neun Punkte auf und überholte somit Dänemark (7) beim Sprung auf Platz drei. Die Dänen haben jedoch noch eine Partie mehr auszutragen und behalten somit auch weiterhin die Chance, den zweiten Tabellenplatz zu erreichen.
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