Trotz 2:0-Erfolg: Spaniens Aragones denkt an Rücktritt
zuletzt aktualisiert: 13.09.2007 - 12:47Oviedo (RPO). Durch den 2:0-Erfolg gegen Lettland am Mittwochabend hat Spanien die Chancen auf das Erreichen der EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz gewahrt. Doch den Iberern droht Ungemach. Trainer Luis Aragones denkt laut spanischen Medienberichten über seinen Rücktritt nach.
Der 69 Jahre alte Aragones, dessen Schützling trotz des Sieges wie schon zuletzt nicht überzeugen konnten, erschien nach der Partie nicht zur obligatorischen Pressekonferenz. Stattdessen soll sich der Trainer laut der Medienberichte bis in den frühen Donnerstagmorgen hinein im Teamhotel mit den Verbandsspitzen bei einem Krisengespräch beraten haben und sei anschließend nicht mit der Mannschaft nach Madrid zurückgekehrt.
Aragones, dessen Team in der Gruppe F nur auf dem dritten Tabellenplatz liegt, hatte erst im Juni erklärt, dass er nach der EM 2008 abtreten will. Der Coach hatte nach dem Aus bei der WM 2006 im Achtelfinale gegen Frankreich sowie den folgenden schwachen Vorstellungen der Seleccion bereits zweimal seinen Rücktritt angekündigt, sich aber jeweils wieder anders entschieden.
Der frühere Nationalspieler (elf Einsätze, drei Tore) hatte Spanien im Juli 2004 übernommen und sein Debüt am 18. August mit einem 3:2 gegen Venezuela gegeben. Zuvor hatte Aragones in vier Amtszeiten 17 Jahre lang seinen früheren Klub Atletico Madrid trainiert, zudem saß er beim FC Barcelona, dem FC Valencia, Betis Sevilla und FC Sevilla, Espanyol Barcelona, Real Oviedo und Real Mallorca auf der Bank.
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