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Entwarnung per SMS: Ballack in Russland dabei

zuletzt aktualisiert: 01.10.2009 - 14:38

München/Frankfurt (RPO). Fußball-Deutschland atmet auf. Michael Ballack, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, kann im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel in Russland am 10. Oktober (17 Uhr/Live-Ticker) auflaufen. Der Chelsea-Profi hat seine Wadenverletzung auskuriert und Bundestrainer Joachim Löw per SMS Entwarnung gegeben.

Der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler, der in der englischen Premier League zuletzt zwei Spiele pausiert hatte, wird damit wie geplant das Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft beim Gruppen-"Finale" anführen. Löw wird seinen Kader am Freitag benennen.

Der Bundestrainer beruft vor den abschließenden WM-Qualifikationspielen in Moskau und am 14. Oktober in Hamburg gegen Finnland (18 Uhr/Live-Ticker) voraussichtlich 23 Spieler, darunter drei Torhüter. Robert Enke wird wegen seiner Viruserkrankung fehlen, dafür wird der Leverkusener Rene Adler die Nummer eins sein.

Löw lässt Frings-Nominierung offen

Löw wird in den beiden Partien der Gruppe 4 in erster Linie den Akteuren vertrauen, die bei den jüngsten Länderspielen gegen Südafrika und Aserbaidschan im Einsatz waren. Die spannendste Frage, ob der Bremer Routinier Torsten Frings wieder in die DFB-Auswahl zurückkehren wird, ließ Löw im Vorfeld der Nominierung offen. "Wir diskutieren darüber", sagte er dem "kicker". Immerhin attestierte er Frings zuletzt eine deutlich bessere Verfassung.

Als einziger Neuling könnte der Hamburger Abwehr-Allrounder Jerome Boateng in das Aufgebot rutschen. "Er kann sicherlich demnächst den großen Sprung ins A-Team schaffen. Wir haben ihn fest im Blick", hatte Löw zuletzt erklärt.

Fest eingeplant ist Ballack, obwohl der auch am Mittwoch beim 1:0 von Chelsea in der Champions League in Nikosia fehlte. Die muskulären Probleme in der Wade seien aber nicht so schwerwiegend, teilte der 32-Jährige dem Bundestrainer per Kurznachricht mit. "Ich bin ganz froh, dass er in Nikosia nicht gespielt hat", sagte Löw.

Am Montag wird sich die deutsche Nationalmannschaft in Mainz treffen, um sich auf das Duell im Luschniki-Park von Moskau vorzubereiten. Im Vordergrund wird dabei stehen, sich auf den Kunstrasen-Platz einzustellen. Doch Ballack hatte zuletzt schon klar gemacht, dass der ungewohnte Untergrund "für uns keine Ausrede sein darf. Wir müssen uns auf die Rahmenbedingungen einstellen".

Der 95-malige Nationalspieler ist zuversichtlich, "dass wir uns direkt für die WM qualifizieren, weil wir heiß auf die Partie sind, uns gut vorbereiten und das nötige Ergebnis in Moskau erzielen werden". Vor dem Showdown in Moskau belegt der Vize-Europameister mit 22 Zählern Platz eins der Gruppe 4 knapp vor den Russen (21).

Deutschland bei Sieg qualifiziert

Mit einem Sieg gegen den großen Konkurrenten hätte sich die DFB-Auswahl direkt für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert. Ansonsten würde alles vom letzten Spieltag der Qualifikation abhängen, an dem die Deutschen auf Finnland und die Russen auf Aserbaidschan treffen.

Als Gruppenzweiter müsste der dreimalige Welt-und Europameister dann wie bereits vor der WM 2002 gegen die Ukraine in die Playoffs der Gruppenzweiten am 14. und 18. November. Als aktuell Zweiter der Weltrangliste wäre die deutsche Elf immerhin gesetzt.

Duelle gegen Frankreich, Kroatien oder Griechenland wären damit ausgeschlossen. Mögliche Gegner wären unter anderem Norwegen, Irland, Schweden, Slowenien oder Bosnien-Herzegowina. Bei der direkten Qualifikation für die WM sind Länderspiele gegen Chile (14.11.) und Ägypten (18.11.) geplant.

Quelle: SID/seeg

 
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