Kommentar zu Joachim Löw: DFB kann gar nicht zustimmen
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 17:59Düsseldorf (RP). Kleinigkeiten können ganz schön groß sein. Je nach Sichtweise. Das Trainerteam des Deutschen Fußball-Bundes findet offenbar, dass über eine Vertragsabschluss-Prämie in Höhe eines Jahresgehalts nicht lange gestritten werden müsste.
Dieser feine Bonus gehört wohl zu jenen Kleinigkeiten, die noch zu klären seien, wie Bundestrainer Joachim Löw so treffend bemerkte. Sein Jahressalär wird auf drei Millionen Euro geschätzt. Sorge um eine tägliche warme Mahlzeit bewegt daher weder ihn noch die Kollegen im Trainerteam, für das der oberste Übungsleiter im Land so mannhaft verhandelt.
Passt das alles noch in den Berufssport, in dem Großverdiener an der Vermehrung des Einkommens mindestens so interessiert sind wie an der guten Sache, ist eine weitere Forderung indiskutabel. Manager Oliver Bierhoff soll ein Veto-Recht bei der Einstellung des Bundestrainers verlangen.
Das heißt: Die Entscheidung über das Führungspersonal der Nationalelf läge allein bei ihm. Da kann Präsident Theo Zwanziger gar nicht zustimmen. Der hat das Gesicht verloren, weil er die Vertragsverlängerung schon verkündet hatte. Offenbar ist er von Bierhoff und Löw mit neuen Forderungen überrascht worden. Vielleicht war das der Anfang vom Ende einer lange funktionierenden Geschäftsbeziehung.
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