Nigeria, Ghana, ...: DFB-Team mit internationalen Wurzeln
VON FRIEDHELM KÖRNER - zuletzt aktualisiert: 11.06.2010 - 15:15Düsseldorf/Pretoria (RP). Ihre Väter stammen aus Nigeria, Ghana, Tunesien und der Türkei - bei der Fußball-Weltmeisterschaft laufen die Söhne als Nationalspieler für Deutschland auf. Der gebürtige Brasilianer Cacau, Spitzname Helmut, hat erst im vergangenen Jahr seine Einbürgerungsurkunde erhalten.
Einer der großen Hoffnungsträger im Team der deutschen Fußball-Nationalmannschaft heißt Helmut. So lautet zumindest der Spitzname von Cacau. Der Angreifer wurde 1981 im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo geboren.
Nach Deutschland kam er vor elf Jahren als Mitglied einer Samba-Truppe. Er tingelte mit der Tanzgruppe durch die Republik, bis er in München bei Türk Gücü einen Vertrag erhielt - in der Landesliga. Er hat sich nach oben gekämpft und schließlich den Sprung in die Bundesliga geschafft. Cacau ist schnell heimisch geworden - 2009 bekam er seine Einbürgerungsurkunde vom Landratsamt Waiblingen ausgehändigt.
Cacau ist nur einer von vielen im deutschen Team mit internationalen Wurzeln. Ihre Väter stammen aus Nigeria, Ghana, Tunesien und der Türkei - bei der Fußball-Weltmeisterschaft tragen die Söhne das Trikot mit dem Bundesadler auf der Brust. Piotr Trochowski, Miroslav Klose und Lukas Podolski sind in Polen geboren, kamen als Kinder mit ihren Eltern nach Deutschland.
Marko Marin erblickte in Bosanska Gradika, einer Stadt im ehemaligen Jugoslawien das Licht der Welt. Als er zwei Jahre alt war, wanderten seine Eltern aus Bosnien nach Frankfurt aus. Mit 18 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.
Mario Gomez ist in Riedlingen geboren - sein Vater stammt aus Spanien. Jerome Boateng (geboren in Berlin) ist Sohn eines Ghanaers vom Stamm der Aduana. Dennis Aogo (geboren in Karlsruhe) hat einen Vater aus Nigeria. Sami Khedira (geboren in Stuttgart) ist Sohn eines Tunesiers.
Die Familien von Serdar Tasci (geboren in Esslingen am Neckar) und Mesut Özil (geboren in Gelsenkirchen) stammen aus der Türkei. „Wir sind ein Team“, sagt Sami Khedira, der in der Bundesliga für den VfB Stuttgart spielt. „Es ist egal woher du kommst. Wir alle wollen bei der WM erfolgreich sein. Darum geht es.“
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